Es senke sich ein leiser Traum hernieder...

Clemens Brentano

1778

Es senke sich ein leiser Traum hernieder Der ihr der eignen Schönheit Gürtel löst Und sanften Blicks mit schmeichelndem Gefieder Des eignen Herzens Fülle ihr entblößt. Im leichten Spiel küss′ sie der eignen Lieder Gestalten, und der leise Kuß erlöst Die Blume von der Träne die sie drücket Daß sie zum Grabe müd sich bücket.

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Interpretation

Das Gedicht "Es senke sich ein leiser Traum hernieder" von Clemens Brentano beschreibt die Sehnsucht nach einem sanften, tröstenden Traum, der die Seele berührt und erlöst. Der Traum wird als etwas Weibliches dargestellt, das die eigene Schönheit und Fülle des Herzens enthüllt. In spielerischer Leichtigkeit küsst der Traum die Gestalten der eigenen Lieder, was auf eine Verbindung zwischen Traum und kreativer Schöpfung hindeutet. Dieser Kuss hat die Kraft, eine bedrückende Blume von der Träne zu befreien, die sie niederdrückt und zur Müdigkeit und zum Tod neigt. Das Gedicht thematisiert die Sehnsucht nach einer inneren Erfüllung und Erlösung von seelischen Lasten. Der Traum wird als sanfter Balsam für die Seele dargestellt, der die Schönheit und Fülle des eigenen Herzens enthüllt. Die Verbindung zwischen Traum und kreativer Schöpfung wird durch die "Gestalten der eigenen Lieder" angedeutet, die vom Traum geküsst werden. Der Traum hat die Kraft, eine bedrückende Blume von der Träne zu befreien, die sie niederdrückt und zur Müdigkeit und zum Tod neigt. Dies kann als Metapher für die Befreiung von seelischen Schmerzen und die Wiederherstellung der Lebensfreude interpretiert werden. Brentanos Gedicht vermittelt eine tief empfundene Sehnsucht nach innerem Frieden und Erfüllung. Der Traum wird als etwas Weibliches dargestellt, das die Seele sanft berührt und erlöst. Die Verbindung zwischen Traum und kreativer Schöpfung wird durch die "Gestalten der eigenen Lieder" angedeutet. Der Traum hat die Kraft, eine bedrückende Blume von der Träne zu befreien, die sie niederdrückt und zur Müdigkeit und zum Tod neigt. Dies kann als Metapher für die Befreiung von seelischen Schmerzen und die Wiederherstellung der Lebensfreude interpretiert werden. Das Gedicht vermittelt eine tiefe Sehnsucht nach innerem Frieden und Erfüllung.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Bildsprache
Daß sie zum Grabe müd sich bücket
Metapher
Die Blume von der Träne die sie drücket
Personifikation
Der ihr der eignen Schönheit Gürtel löst