Es saß der Meister vom Stuhle

Clemens Brentano

1795

Es saß der Meister vom Stuhle Gar frech im eignen Kot, Wer wagt sich zu dem Pfuhle, Es tun ihm Prügel not,

Wer schmeißt mich über und über, Wer bläst das Licht mir aus, Wer gibt mir Nasenstüber, Wer schickt mich recht nach Haus.

Und kommt er einst zum Sterben, So stirbt sein ganzes Reich, Die Frösche all verderben, Krepiert er in dem Teich.

Er saß einst an der Saale, Nun sitzt er auf dem Sand, Und hat bei seinem Mahle Die Esel all zur Hand.

Da sitzt er, keiner frecher, Und platzet fast vor Wut, Und reicht den giftgen Becher Sich selbst und seiner Brut.

Wir sehn ihn platzen, sinken Und stinken in eigner Schmer, Laßt ihn nur aus sich stinken, Dann stinkt es nimmer mehr.

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Illustration zu Es saß der Meister vom Stuhle

Interpretation

Das Gedicht "Es saß der Meister vom Stuhle" von Clemens Brentano beschreibt einen machthungrigen und selbstgerechten Herrscher, der in seinem eigenen Unrat sitzt und von niemandem herausgefordert wird. Er fordert sogar Gewalt gegen sich selbst, um seinen eigenen Tod herbeizuführen. Das Gedicht endet mit der Hoffnung, dass der Herrscher eines Tages sterben wird und sein Reich mit ihm zusammenbricht. Das Gedicht "Es saß der Meister vom Stuhle" von Clemens Brentano ist eine scharfe Kritik an einem tyrannischen Herrscher, der in seinem eigenen Unrat sitzt und von niemandem herausgefordert wird. Der Meister wird als frech und selbstgerecht dargestellt, der sogar Gewalt gegen sich selbst fordert, um seinen eigenen Tod herbeizuführen. Das Gedicht endet mit der Hoffnung, dass der Herrscher eines Tages sterben wird und sein Reich mit ihm zusammenbricht. Das Gedicht "Es saß der Meister vom Stuhle" von Clemens Brentano ist eine scharfe Kritik an einem tyrannischen Herrscher, der in seinem eigenen Unrat sitzt und von niemandem herausgefordert wird. Der Meister wird als frech und selbstgerecht dargestellt, der sogar Gewalt gegen sich selbst fordert, um seinen eigenen Tod herbeizuführen. Das Gedicht endet mit der Hoffnung, dass der Herrscher eines Tages sterben wird und sein Reich mit ihm zusammenbricht.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Hyperbel
Da sitzt er, keiner frecher
Metapher
Laßt ihn nur aus sich stinken, Dann stinkt es nimmer mehr
Personifikation
Es saß der Meister vom Stuhle
Rhetorische Frage
Wer schmeißt mich über und über, Wer bläst das Licht mir aus, Wer gibt mir Nasenstüber, Wer schickt mich recht nach Haus