Es lebt kein Mensch...
1806Es lebt kein Mensch, der herzlos wäre, Nur schlägt´s dem dort und jenem hier; Für Vorteil diesem, dem für Ehre Und dem für Wurst und bayrisch Bier!
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Interpretation
Das Gedicht "Es lebt kein Mensch..." von Friedrich Halm beschäftigt sich mit der menschlichen Natur und den unterschiedlichen Motivationen, die Menschen antreiben. Es beginnt mit der Aussage, dass kein Mensch herzlos sei, was auf eine grundsätzliche Fähigkeit zur Empathie und zum Mitgefühl hindeutet. Doch die folgenden Zeilen verdeutlichen, dass diese Herzlichkeit nicht bei jedem Menschen gleich stark ausgeprägt oder auf die gleichen Dinge gerichtet ist. Die verschiedenen Beispiele, die Halm anführt, zeigen die Vielfalt menschlicher Interessen und Werte. Einige Menschen sind von Vorteilen motiviert, andere von Ehre und wieder andere von einfachen Freuden wie Essen und Trinken. Diese Bandbreite an Motivationen wird durch den Kontrast zwischen den hohen Idealen der Ehre und den eher trivialen Freuden an Essen und Trinken verdeutlicht. Das Gedicht endet mit einer gewissen Resignation, die darin zum Ausdruck kommt, dass die menschlichen Herzen zwar existieren, aber oft auf die falschen Dinge gerichtet sind. Es scheint eine Kritik an der menschlichen Natur zu sein, die zwar fähig ist, tief zu fühlen, aber oft die falschen Dinge als wertvoll erachtet.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Kontrast
- Für Vorteil diesem, dem für Ehre Und dem für Wurst und bayrisch Bier!
- Parallelismus
- Es lebt kein Mensch, der herzlos wäre, Nur schlägt´s dem dort und jenem hier;
- Reimschema
- AABB