Es kann die Ehre dieser Welt

Theodor Fontane

1851

Es kann die Ehre dieser Welt Dir keine Ehre geben, Was dich in Wahrheit hebt und hält, Muß in dir selber leben.

Wenn′s deinem Innersten gebricht An echten Stolzes Stütze, Ob dann die Welt dir Beifall spricht, Ist all dir wenig nütze.

Das flücht′ge Lob, des Tages Ruhm Magst du dem Eitlen gönnen; Das aber sei dein Heiligtum: Vor dir bestehen können.

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Interpretation

Das Gedicht "Es kann die Ehre dieser Welt" von Theodor Fontane behandelt die Themen innere Würde und Selbstachtung im Gegensatz zu äußerer Anerkennung und Ruhm. Es betont, dass wahre Ehre und Wert von innen kommen müssen und nicht von der Meinung oder dem Lob anderer abhängig sein sollten. Die ersten beiden Strophen verdeutlichen, dass äußere Anerkennung wenig nützt, wenn man selbst nicht an sich glaubt und stolz auf sich ist. Die letzte Strophe fordert dazu auf, das eigene Gewissen und die Fähigkeit, vor sich selbst bestehen zu können, als heilig zu betrachten. Das Gedicht ermutigt dazu, sich nicht von vergänglichem Lob und Ruhm leiten zu lassen, sondern auf die eigene innere Stimme und Werte zu hören. Es plädiert für ein Leben nach den eigenen Überzeugungen und für die Stärke, auch gegen äußeren Druck dazu zu stehen.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Hyperbel
Das flücht′ge Lob, des Tages Ruhm
Kontrast
Ob dann die Welt dir Beifall spricht, Ist all dir wenig nütze
Metapher
Es kann die Ehre dieser Welt Dir keine Ehre geben
Parallelismus
Wenn′s deinem Innersten gebricht An echten Stolzes Stütze
Personifikation
Was dich in Wahrheit hebt und hält
Symbolik
Das aber sei dein Heiligtum: Vor dir bestehen können