Es ist Nacht

Christian Morgenstern

1871

Es ist Nacht, und mein Herz kommt zu dir, hält′s nicht aus, hält′s nicht aus mehr bei mir.

Legt sich dir auf die Brust, wie ein Stein, sinkt hinein, zu dem deinen hinein.

Dort erst, dort erst kommt es zur Ruh, liegt am Grund seines ewigen Du.

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Interpretation

Das Gedicht "Es ist Nacht" von Christian Morgenstern handelt von der Sehnsucht und der Suche nach innerem Frieden. Der Sprecher des Gedichts beschreibt, wie die Nacht ihn zu seiner geliebten Person zieht, da er es nicht mehr bei sich aushalten kann. Das Gedicht vermittelt eine tiefe emotionale Intensität und den Wunsch nach Nähe und Verbundenheit. Die Nacht wird als eine Zeit der Intimität und des Zusammenfindens dargestellt. Der Sprecher legt sein Herz auf die Brust der geliebten Person, wie ein schwerer Stein, der sich hineinsenkt. Diese Metapher verdeutlicht die Schwere der Emotionen und die tiefe Verbundenheit, die der Sprecher empfindet. Das Herz sinkt in das Herz der anderen Person hinein, was eine Verschmelzung der beiden Seelen symbolisiert. Das Gedicht endet mit der Erkenntnis, dass erst in der Gegenwart der geliebten Person das Herz zur Ruhe kommen kann. Der Sprecher findet in der Umarmung der anderen Person einen Ort des Friedens und der Geborgenheit. Das "ewige Du" am Ende des Gedichts deutet auf eine tiefe Verbundenheit und die Hoffnung auf eine dauerhafte Liebe hin. Das Gedicht vermittelt die Idee, dass wahre Ruhe und Erfüllung nur in der Nähe des geliebten Menschen gefunden werden können.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Metapher
Dort erst, dort erst kommt es zur Ruh, liegt am Grund seines ewigen Du
Personifikation
Es ist Nacht, und mein Herz kommt zu dir
Vergleich
Legt sich dir auf die Brust, wie ein Stein