Erklärung

Franz Grillparzer

1872

Fragt ihr mich, was das Schöne sei? Seht zu, ob ich′s verfehle; Ein Gleichnis beut die Liebe mir: Es geht vom Körper aus, gleich ihr, und endigt in der Seele.

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Interpretation

Das Gedicht "Erklärung" von Franz Grillparzer beschäftigt sich mit der Frage nach der Natur des Schönen. Der Sprecher antwortet auf die Frage, was Schönheit sei, indem er ein Gleichnis aus der Liebe zieht. Er vergleicht die Schönheit mit der Liebe, die vom Körper ausgeht und in der Seele endet. Dies deutet darauf hin, dass Schönheit nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich, also in der Seele, zu finden ist. Der Sprecher scheint zu suggerieren, dass die Suche nach Schönheit eine Reise ist, die mit der körperlichen Anziehung beginnt und sich zu einer tieferen, seelischen Verbindung entwickelt. Die Schönheit wird somit als ein Prozess dargestellt, der sich von der äußeren Erscheinung zur inneren Essenz entwickelt. Dies könnte bedeuten, dass wahre Schönheit nicht nur in der äußeren Erscheinung liegt, sondern auch in der inneren Schönheit einer Person. Die Verwendung des Gleichnisses der Liebe, um Schönheit zu erklären, verleiht dem Gedicht eine romantische und philosophische Tiefe. Es wird suggeriert, dass Schönheit, wie die Liebe, eine komplexe und vielschichtige Erfahrung ist, die über das rein Visuelle hinausgeht. Die Schönheit wird als etwas Dynamisches dargestellt, das sich entwickelt und vertieft, ähnlich wie eine Liebesbeziehung.

Schlüsselwörter

fragt schöne seht verfehle gleichnis beut liebe geht

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Stilmittel

Metapher
Ein Gleichnis beut die Liebe mir
Parallelismus
Es geht vom Körper aus, gleich sie, und endigt in der Seele
Personifikation
gleich sie
Vergleich
Es geht vom Körper aus, gleich sie