Erkenntnis
1929Wüßt ich genau, wie dies Blatt aus seinem Zweige herauskam, Schwieg ich auf ewige Zeit still: denn ich wüßte genug.
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Interpretation
Das Gedicht "Erkenntnis" von Hugo von Hofmannsthal ist eine kurze, aber tiefgründige Betrachtung über die Natur der Erkenntnis und des Wissens. Es besteht aus zwei Zeilen, die eine paradoxe Aussage enthalten. Das Gedicht beschreibt eine hypothetische Situation, in der der Sprecher genau wissen würde, wie ein Blatt von seinem Zweig kommt. Dieses Wissen würde jedoch dazu führen, dass der Sprecher für immer schweigen würde, da er dann "genug" wüsste. Die erste Zeile des Gedichts stellt eine Bedingung auf, die unmöglich zu erfüllen ist. Es ist unmöglich, genau zu wissen, wie ein Blatt von seinem Zweig kommt, da dies ein komplexer Prozess ist, der von vielen Faktoren abhängt. Die zweite Zeile beschreibt die Konsequenz dieser hypothetischen Erkenntnis. Der Sprecher würde für immer schweigen, da er dann alles wüsste, was es zu wissen gibt. Dies impliziert, dass wahre Erkenntnis nicht darin besteht, alles zu wissen, sondern darin, die Grenzen des Wissens zu erkennen und zu akzeptieren. Das Gedicht kann als eine Reflexion über die Natur der Erkenntnis und des Wissens interpretiert werden. Es legt nahe, dass wahre Erkenntnis nicht darin besteht, alles zu wissen, sondern darin, die Grenzen des Wissens zu erkennen und zu akzeptieren. Es ist eine Erinnerung daran, dass es immer noch mehr zu lernen gibt und dass wir nie alles wissen können. Das Gedicht fordert uns auf, bescheiden zu sein und die Komplexität der Welt zu akzeptieren, anstatt zu versuchen, alles zu kontrollieren und zu verstehen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Schwieg ich auf ewige Zeit still
- Metapher
- dieses Blatt aus seinem Zweige herauskam
- Paradox
- denn ich wüßte genug