Erinnerung

Dietmar von Aist

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Es dünkt mich wohl tausend Jahre Daß dem liebsten im Arm ich lag, Ach, ohne mein Verschulden Blieb fern er manchen Tag. Seit ich keine Blumen gesehen, Nicht hörte der Vöglein Gesang, Ward kurz mir alle Freude, Mein Jammer ward allzulang.

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Illustration zu Erinnerung

Interpretation

Das Gedicht "Erinnerung" von Dietmar von Aist handelt von der Sehnsucht und dem Schmerz einer unerfüllten Liebe. Der Sprecher fühlt sich, als läge er schon tausend Jahre im Arm seines Geliebten, was die Intensität und Tiefe seiner Gefühle unterstreicht. Doch trotz dieser Nähe bleibt der Geliebte oft fern, was der Sprecher als nicht seine Schuld empfindet. Dies deutet auf eine gewisse Hilflosigkeit und Frustration hin, die durch die Trennung entsteht. Die zweite Strophe verdeutlicht den emotionalen Zustand des Sprechers. Seit er keine Blumen mehr gesehen und den Gesang der Vögel nicht mehr gehört hat, ist ihm jede Freude zu kurz und sein Kummer zu lang geworden. Die Naturbilder der Blumen und Vögel symbolisieren Schönheit, Lebendigkeit und Glück, die dem Sprecher durch die Abwesenheit des Geliebten genommen wurden. Die Zeit scheint stillzustehen und die Welt verliert ihre Farbe und ihren Klang. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine tiefe Melancholie und das Gefühl der Leere, das durch die Trennung von der geliebten Person entsteht. Die unerfüllte Liebe lässt den Sprecher in einer Art emotionalen Winter verharren, in dem Freude und Schönheit abwesend sind und nur der Schmerz der Sehnsucht bleibt.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

Wortwolke zu Erinnerung

Stilmittel

Hyperbel
Es dünkt mich wohl tausend Jahre
Kontrast
Ward kurz mir alle Freude, Mein Jammer ward allzulang
Personifikation
Seit ich keine Blumen gesehen, Nicht hörte der Vöglein Gesang