Ergebung

Hedwig Lachmann

1919

Die Baumgerippe stehen winters alt Im Park. Grau hängt die Luft dazwischen. Am trüben Horizont verwischen Sich in der Ferne Umriss und Gestalt.

Ein Feiertag verdämmert ohne Kampf Und Glocken tönen in der Stille. Du! klage nicht, es war dein Wille! Die Welt versinkt in weichem Nebeldampf.

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Illustration zu Ergebung

Interpretation

Das Gedicht "Erbgebung" von Hedwig Lachmann beschreibt eine winterliche Landschaft, die von Melancholie und Resignation geprägt ist. Die kahlen Baumgerippe stehen im Park, umgeben von grauer Luft, die die Umgebung einhüllt. Die Konturen und Gestalten verschwimmen am trüben Horizont, was die Düsterkeit und Unschärfe der Szenerie unterstreicht. Ein Feiertag neigt sich dem Ende zu, ohne dass es zu Konflikten oder Auseinandersetzungen kommt. Die Glocken erklingen in der Stille, was eine Atmosphäre der Ruhe und Besinnlichkeit schafft. Doch anstatt Trost zu spenden, scheint die Stimmung eher von einer tiefen Traurigkeit durchdrungen zu sein. Das lyrische Ich richtet sich direkt an eine Person, die nicht näher benannt wird, und ermahnt sie, nicht zu klagen. Es wird betont, dass es ihr Wille war, sich dieser Situation hinzugeben. Die Welt versinkt in einem weichen Nebeldampf, was die Auflösung von Konturen und die Verschmelzung mit der Umgebung symbolisiert. Das Gedicht vermittelt eine Botschaft der Akzeptanz und des Einverständnisses mit dem Lauf der Dinge, auch wenn diese von Melancholie und Resignation geprägt sind.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

Wortwolke zu Ergebung

Stilmittel

Anapher
Im Park. Grau hängt die Luft dazwischen. Am trüben Horizont verwischen
Apostrophe
Du! klage nicht, es war dein Wille!
Bildlichkeit
Grau hängt die Luft dazwischen
Kontrast
Ein Feiertag verdämmert ohne Kampf
Metapher
Die Baumgerippe stehen winters alt
Personifikation
Die Welt versinkt in weichem Nebeldampf