Er liegt und schläft an meinem Herzen...
1756Er liegt und schläft an meinem Herzen, Mein guter Schutzgeist sang ihn ein; Und ich kann fröhlich sein und scherzen, Kann jeder Blum´und jedes Blatt mich freun. Nachtigall, ach! Nachtigall, ach! Sing mir den Amor wach!
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Interpretation
Das Gedicht "Er liegt und schläft an meinem Herzen" von Matthias Claudius ist eine zarte Liebeserklärung. Der Sprecher beschreibt, wie ein Geliebter oder eine Geliebte in seinem Herzen ruht, eingesungen von seinem Schutzgeist. Diese innige Verbindung erfüllt den Sprecher mit Freude und Leichtigkeit, sodass er die kleinen Freuden des Lebens, wie Blumen und Blätter, voll genießen kann. Die Wiederholung von "Nachtigall, ach! Nachtigall, ach!" am Ende des Gedichts verleiht dem Text eine melodische und sehnsuchtsvolle Note. Der Sprecher bittet die Nachtigall, den Amor zu wecken, was als Wunsch nach Erweckung oder Belebung der Liebe interpretiert werden kann. Die Nachtigall, ein Symbol für Poesie und Gesang, wird hier zum Boten der Liebe. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Atmosphäre von innigem Glück und zarter Sehnsucht. Es feiert die Liebe als Quelle der Freude und des Lebensgenusses, während es gleichzeitig den Wunsch nach einer vertieften oder belebten Verbindung ausdrückt. Die einfache, aber eindringliche Sprache und der wiederholende Refrain machen das Gedicht zu einem eingängigen und emotionalen Ausdruck der Liebe.
Schlüsselwörter
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Stilmittel
- Anapher
- Nachtigall, ach! Nachtigall, ach!
- Metapher
- Er liegt und schläft an meinem Herzen
- Personifikation
- Mein guter Schutzgeist sang ihn ein