Eppich
unknownEppich, mein alter Hausgesell Du bist von jungen Blättern hell Dein Wintergrün, so still und streng Verträgt sichs mit dem Lenzgedräng?
- “Warum denn nicht? Wie meines hat Dein Leben alt und junges Blatt Eins streng und dunkel, eines licht Von Lenz und Lust! Warum denn nicht?”
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Interpretation
Das Gedicht "Eppich" von Conrad Ferdinand Meyer ist eine kurze, aber tiefgründige Betrachtung über die Natur des Lebens und die Koexistenz von Alt und Jung. Der Sprecher richtet sich an den Eppich, eine Pflanze, die sowohl im Winter als auch im Sommer grün bleibt. Er fragt sich, wie das Wintergrün des Eppichs, das "still und streng" ist, mit dem "Lenzgedräng" harmonieren kann. Der Eppich antwortet in den folgenden Zeilen, indem er die Frage des Sprechers zurückwirft. Er vergleicht sein eigenes Leben mit dem des Sprechers und stellt fest, dass auch in seinem Leben Alt und Jung, Dunkel und Hell, Winter und Frühling nebeneinander existieren. Der Eppich fragt, warum es nicht möglich sein sollte, dass diese scheinbar gegensätzlichen Elemente in Harmonie zusammenleben. Die Interpretation dieses Gedichts könnte sein, dass es eine Metapher für das menschliche Leben ist. Der Eppich steht für den Menschen, der sowohl die dunklen als auch die hellen Seiten des Lebens erfahren muss. Die Frage des Sprechers und die Antwort des Eppichs könnten als eine Auseinandersetzung mit der Frage verstanden werden, wie man mit den verschiedenen Phasen und Aspekten des Lebens umgehen kann. Der Eppich scheint zu suggerieren, dass es nicht nur möglich, sondern auch natürlich ist, dass Alt und Jung, Dunkel und Hell, Winter und Frühling im Leben koexistieren.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- von jungen Blättern hell
- Anapher
- Warum denn nicht? Wie meines hat
- Gegenüberstellung
- Dein Leben alt und junges Blatt
- Kontrast
- Eins streng und dunkel, eines licht
- Metapher
- Dein Wintergrün, so still und streng
- Personifikation
- Eppich, mein alter Hausgesell
- Rhetorische Frage
- Verträgt sichs mit dem Lenzgedräng?