Ende

Cäsar Flaischlen

1864

Verträumt und müde wie ein Schmetterling im September taumelt der Sommer das Gelände entlang. Altweiberfäden wirren sich um seine zerrissenen Flügel und die Blumen, die noch blühen, haben keinen Honig mehr.

Am Hochwald drüben, hinter dem die Sonne glutet, lauert die Nacht, gleich einer großen Spinne, und wie ein engmaschiges Netz hängt sie die Dämmerung vor das verflackernde Abendrot, nach dem der Schmetterling seinen Flug nimmt.

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Interpretation

Das Gedicht "Ende" von Cäsar Flaischlen beschreibt den Übergang vom Sommer zum Herbst. Der Sommer wird mit einem müden Schmetterling verglichen, der träumend und erschöpft das Gelände entlang taumelt. Seine Flügel sind zerrissen, um die sich Altweibersommerfäden ranken. Die noch blühenden Blumen haben keinen Honig mehr, was den Lebensabend des Sommers symbolisiert. Die zweite Strophe deutet auf das nahende Ende des Sommers hin. Die Nacht lauert am Hochwald wie eine große Spinne und hängt die Dämmerung als engmaschiges Netz vor das verglühende Abendrot. Der Schmetterling, der für den Sommer steht, macht sich auf seinen letzten Flug. Das Gedicht vermittelt eine melancholische Stimmung und beschreibt den unausweichlichen Wechsel der Jahreszeiten.

Schlüsselwörter

schmetterling verträumt müde september taumelt sommer gelände entlang

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Stilmittel

Metapher
[Verträumt und müde wie ein Schmetterling im September die Nacht, gleich einer großen Spinne wie ein engmaschiges Netz hängt sie die Dämmerung vor das verflackernde Abendrot]
Personifikation
[Verträumt und müde wie ein Schmetterling im September taumelt der Sommer das Gelände entlang die Blumen, die noch blühen, haben keinen Honig mehr]
Vergleich
[Verträumt und müde wie ein Schmetterling im September die Nacht, gleich einer großen Spinne]