Elendes Reichthum
1655Ein Reicher hat es arg, ist keine Zeit nicht frey, Daß morgen er vielleicht der Allerärmste sey.
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Interpretation
Das Gedicht "Elendes Reichthum" von Friedrich Freiherr von Logau thematisiert die Vergänglichkeit des Reichtums und die damit verbundene Unsicherheit. Der Autor beschreibt die prekäre Situation eines Reichen, der ständig in Angst lebt, seinen Wohlstand zu verlieren und morgen der Ärmste zu sein. Diese Unsicherheit lässt den Reichen keine freie Zeit, da er ständig damit beschäftigt ist, seinen Reichtum zu erhalten und zu mehren. Die Aussage des Gedichts ist, dass Reichtum keine Garantie für ein sorgenfreies Leben bietet. Im Gegenteil, der Reiche leidet unter der ständigen Furcht vor dem Verlust seines Vermögens. Diese Angst raubt ihm die Freiheit und die Möglichkeit, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Der Reichtum wird somit als "elend" bezeichnet, da er dem Besitzer keine wirkliche Zufriedenheit oder Sicherheit bietet. Logau verdeutlicht in seinem Gedicht, dass wahrer Reichtum nicht in materiellen Gütern zu finden ist, sondern in der Freiheit von Sorgen und Ängsten. Der Reiche, der ständig um seinen Besitz bangt, ist in Wirklichkeit ärmer als ein einfacher Mensch, der in Zufriedenheit lebt. Das Gedicht regt zum Nachdenken über die wahren Werte des Lebens an und hinterfragt die allgemeine Vorstellung von Reichtum und Glück.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Betonung
- Der Titel 'Elendes Reichthum' setzt eine ironische Betonung, da 'elend' und 'Reichtum' normalerweise konträr sind.
- Ironie
- Die Ironie liegt darin, dass Reichtum, der normalerweise als wünschenswert gilt, als 'elend' bezeichnet wird.
- Metapher
- Der Reiche wird als 'Allerärmste' beschrieben, was metaphorisch für den Verlust von Reichtum und Status steht.
- Reimschema
- AABB