Einem kunstliebenden Kaufmann
unknownHermes, der handelbeschützende Gott, der klug mit dem Beutel Schaltet, nachdem er dem Sohn Letos die Leier geschenkt, Wahrlich er sieht dir nicht scheel um die täglichen Opfer, womit du, Fern von seinem Altar, singende Musen berufst. Ohne das Schöne, was soll der Gewinn? Dem feineren Sinn nur Duftet die Blüte des Glücks. Heil dir, du kennst sie, o Freund!
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Interpretation
Das Gedicht "Einem kunstliebenden Kaufmann" von Eduard Mörike preist die Verbindung von Kunst und Handel. Der Dichter richtet seine Worte an einen Kaufmann, der sich der Kunst und den Musen verbunden fühlt, obwohl er nicht direkt an deren Altar opfert. Mörike verweist auf Hermes, den Schutzgott des Handels, der auch die Leier dem Sohn der Leto geschenkt hat. Dies symbolisiert die enge Beziehung zwischen Handel und Kunst. Der Kaufmann wird als jemand dargestellt, der die Schönheit und den Wert der Kunst versteht und schätzt, auch wenn er nicht direkt an deren Altar opfert. Der Dichter betont, dass der Gewinn ohne die Schönheit der Kunst leer und bedeutungslos ist. Er stellt die Frage, was der Gewinn ohne das Schöne sein soll und beantwortet sie damit, dass nur dem feineren Sinn der Duft der Blüte des Glücks zuwächst. Der Kaufmann wird als jemand dargestellt, der die Schönheit und den Wert der Kunst erkennt und schätzt, auch wenn er nicht direkt an deren Altar opfert. Mörike würdigt den Kaufmann als Freund, der die Verbindung zwischen Handel und Kunst versteht und lebt. Abschließend wünscht der Dichter dem Kaufmann Heil und Anerkennung für sein Verständnis und seine Wertschätzung der Kunst. Er sieht in ihm einen Menschen, der die Schönheit und den Wert der Kunst erkennt und schätzt, auch wenn er nicht direkt an deren Altar opfert. Das Gedicht ist eine Hommage an den kunstliebenden Kaufmann und eine Ermutigung, die Verbindung zwischen Handel und Kunst zu pflegen und zu schätzen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anspielung
- Hermes, der handelbeschützende Gott
- Kontrast
- fern von seinem Altar, singende Musen berufst
- Personifikation
- der klug mit dem Beutel Schaltet
- Rhetorische Frage
- Ohne das Schöne, was soll der Gewinn?