Eine zärtliche Ode!
1788Dein süsses Bild, O Bäschen, schwebt stets um meinen Blick allein in trüben Zähren daß due - es selbst nicht bist. Ich sehe es wenn der abend mir dämmert, wen der Mond mir glänzt, seh ichs und - weine daß du - es selbst nicht bist. Bey Jenen Tahles Blumen die ich ihr lesen will, bey Jenen Myrtenzweigen die ich ihr flechten will beschwör ich dich Erscheinung auf, und verwandle dich Verwandle dich, Erscheinung S: V: und werd - O Bäschen selbst P: T: finis coronat opus, Edler v: Sauschwanz.
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Interpretation
Das Gedicht "Eine zärtliche Ode!" von Wolfgang Amadeus Mozart ist eine lyrische Reflexion über Sehnsucht und die Unerreichbarkeit einer geliebten Person. Der Sprecher beschreibt, wie das Bild des Geliebten, Bäschen, ständig vor seinen Augen schwebt, jedoch nur als eine Erscheinung, die nicht die Realität selbst ist. Diese Illusion führt zu Tränen, da die tatsächliche Anwesenheit des Geliebten fehlt. Die wiederkehrenden Bilder von Abenddämmerung und Mondschein verstärken die melancholische Stimmung des Gedichts. Der Sprecher sieht das Bild von Bäschen in diesen Momenten, doch die Freude darüber wird durch die Erkenntnis getrübt, dass es sich nur um eine Erscheinung handelt. Die Sehnsucht nach dem Geliebten ist so stark, dass selbst in der Schönheit der Natur, wie bei Blumen und Myrtenzweigen, der Wunsch aufkommt, dass die Erscheinung sich in die reale Person verwandeln möge. Die Bitte an die Erscheinung, sich in Bäschen selbst zu verwandeln, zeigt die tiefe Verzweiflung und den Wunsch nach Nähe. Der letzte Satz, "finis coronat opus, Edler v: Sauschwanz," könnte als ironischer oder humorvoller Abschluss interpretiert werden, der die Intensität der vorherigen Zeilen kontrastiert. Es könnte eine Anspielung auf die Vollendung eines Werkes oder einer Aufgabe sein, wobei "Sauschwanz" möglicherweise eine persönliche oder humorvolle Note hinzufügt. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Mischung aus tiefem emotionalen Schmerz und einer subtilen, möglicherweise selbstironischen Note.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- bey Jenen Myrtenzweigen die ich ihr flechten will
- Anapher
- Dein süsses Bild, O Bäschen, schwebt stets um meinen Blick allein in trüben Zähren daß due - es selbst nicht bist.
- Apostrophe
- Beschwör ich dich Erscheinung auf, und verwandle dich
- Epipher
- und werd - O Bäschen selbst P: T:
- Finis coronat opus
- finis coronat opus, Edler v: Sauschwanz.
- Metapher
- Dein süsses Bild, O Bäschen, schwebt stets um meinen Blick
- Paradox
- daß du - es selbst nicht bist
- Personifikation
- Ich sehe es wenn der abend mir dämmert, wen der Mond mir glänzt