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Eine notwendige Berichtigung

Von

Frauen stünde, gelehrt sein, nicht? Die Wahrheit zu sagen,
Nützlich ist es, es steht Männern so wenig, wie Fraun.

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Gedicht: Eine notwendige Berichtigung von Heinrich von Kleist

Kurze Interpretation des Gedichts

Das Gedicht „Eine notwendige Berichtigung“ von Heinrich von Kleist ist eine prägnante, pointierte Äußerung, die sich kritisch mit der gesellschaftlichen Rollenverteilung und den scheinbar vorgegebenen Fähigkeiten von Männern und Frauen auseinandersetzt. Der Kern der Aussage liegt in der Frage, ob Frauen gelehrt sein sollten. Der Dichter beantwortet diese Frage indirekt, indem er die vermeintliche Nützlichkeit von Bildung für Männer und Frauen in Frage stellt.

Kleist stellt in diesem kurzen Gedicht die traditionelle Annahme in Frage, dass Bildung für Männer selbstverständlich und für Frauen unangebracht sei. Er negiert die scheinbare Notwendigkeit von Bildung für Männer, indem er die rhetorische Frage nach der Nützlichkeit von Bildung für Frauen aufwirft. Dadurch wird die vorherrschende Meinung, dass Frauen nicht an Bildung teilhaben sollten, ad absurdum geführt. Die Aussage ist radikal und zeugt von einer frühen Form des Feminismus, da Kleist implizit die Fähigkeiten und das intellektuelle Potenzial von Frauen anerkennt.

Die Kürze des Gedichts verstärkt seine Wirkung. Durch die wenigen Verse wird die Botschaft auf das Wesentliche reduziert und entfaltet eine besondere Schärfe. Die rhetorische Frage am Anfang und die überraschende Antwort am Ende erzeugen einen überraschenden Effekt. Der Verzicht auf weitere Erklärungen oder Begründungen unterstreicht die Klarheit und Überzeugungskraft der Aussage. Die Kürze der Aussage erzeugt eine Nachwirkung, die den Leser zum Nachdenken anregt.

Die Bedeutung des Gedichts liegt in seiner Subversivität. Kleist stellt mit wenigen Worten die gesellschaftlichen Normen in Frage und regt zum Umdenken an. Er thematisiert die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern und die willkürliche Zuordnung von Fähigkeiten und Interessen. Obwohl das Gedicht kurz ist, ist es ein starkes Plädoyer für die Gleichberechtigung und die Freiheit, sich unabhängig vom Geschlecht bilden zu können.

Weitere Informationen

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Lizenz und Verwendung

Dieses Gedicht fällt unter die „public domain“ oder Gemeinfreiheit. Gemeinfreiheit bedeutet, dass ein Werk nicht (mehr) durch Urheberrechte geschützt ist und daher von allen ohne Erlaubnis des Urhebers frei genutzt, vervielfältigt und verbreitet werden darf. Sie tritt meist nach Ablauf der gesetzlichen Schutzfrist ein, z. B. 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Weitere Informationen dazu finden sich hier.