Eine Lichthetäre

Paul Scheerbart

unknown

Wie ein Lichtstrahl war ich einst, Zuckte hin und her Durch die Weltenpracht In dem Äthermeere. Quintillionen Wettersterne Hab′ ich prickelnd angeblickt. Oh, ich war geschickt — Eine Lichthetäre.

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Interpretation

Das Gedicht "Eine Lichthetäre" von Paul Scheerbart beschreibt die Metamorphose des lyrischen Ichs von einem Lichtstrahl zu einer Lichthetäre. Es schildert die Reise des Lichtstrahls durch die Weltenpracht, wo er quintillionen Wettersterne prickelnd anblickt. Der Ton des Gedichts ist enthusiastisch und selbstbewusst, wie die Aussage "Oh, ich war geschickt" zeigt. Das Gedicht spielt mit dem Kontrast zwischen dem Lichtstrahl als einem physikalischen Phänomen und der Lichthetäre als einer metaphorischen Figur. Die Lichthetäre ist eine Frau, die vom Licht angezogen wird und sich ihm hingibt. Sie ist eine Art Vampir des Lichts, die es aussaugt und sich davon ernährt. Der Begriff "Hetäre" bezieht sich auf eine Art Kurtisane im antiken Griechenland, die für ihre Schönheit und ihre Künste bekannt war. Das Gedicht kann als eine Art Hymne auf das Licht und seine faszinierende Wirkung interpretiert werden. Es zeigt, wie das Licht den Menschen in seinen Bann ziehen und ihn zu ungewöhnlichen Metamorphosen verleiten kann. Das Gedicht ist auch ein Beispiel für Scheerbarts Interesse an Science-Fiction und seiner Faszination für die Möglichkeiten der modernen Technologie.

Schlüsselwörter

lichtstrahl einst zuckte hin her weltenpracht äthermeere quintillionen

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Stilmittel

Alliteration
Zuckte hin und her
Bildsprache
In dem Äthermeere
Hyperbel
Quintillionen Wettersterne
Metapher
Eine Lichthetäre
Personifikation
Durch die Weltenpracht