Ein Taschenkrebs und ein Känguruh

Joachim Ringelnatz

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Ein Taschenkrebs und ein Känguruh, die wollten sich ehelichen. Das Standesamt gab es nicht zu, Weil beide einander nicht glichen.

Da riefen sie zornig: “Verflucht und verdammt Sei dieser Bureaukratismus!” Und hingen sich auf vor dem Standesamt An einem Türmechanismus.

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Illustration zu Ein Taschenkrebs und ein Känguruh

Interpretation

Das Gedicht "Ein Taschenkrebs und ein Känguruh" von Joachim Ringelnatz handelt von der ungewöhnlichen Liebesgeschichte zwischen einem Taschenkrebs und einem Känguru, die heiraten möchten. Das Standesamt verweigert ihnen jedoch die Eheschließung aufgrund ihrer unterschiedlichen Erscheinung. Die beiden verärgerten Wesen rufen daraufhin den "Bureaukratismus" verflucht und verdammt, was auf ihre Frustration mit den bürokratischen Regeln und Vorschriften hindeutet. Als Ausdruck ihrer Verzweiflung und Wut beschließen sie, sich vor dem Standesamt aufzuhängen. Das Gedicht verwendet eine humorvolle und absurde Handlung, um die Absurdität und Ungerechtigkeit von Vorurteilen und Diskriminierung aufgrund äußerlicher Unterschiede aufzuzeigen. Es kritisiert auch die bürokratische Bürokratie und deren starre Regeln, die oft den individuellen Bedürfnissen und Wünschen im Wege stehen.

Schlüsselwörter

standesamt taschenkrebs känguruh wollten ehelichen gab beide einander

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Ein Taschenkrebs und ein Känguruh
Hyperbel
Und hingen sich auf vor dem Standesamt
Ironie
Weil beide einander nicht glichen
Personifikation
Die wollten sich ehelichen
Wortspiel
An einem Türmechanismus