Ein Ständchen

Theodor Storm

1843

In lindem Schlaf schon lag ich hingestreckt, Da hat mich jäh dein Geigenspiel erweckt. Doch, wo das Menschenherz mir so begegnet, Nacht oder Tag, die Stunde sei gesegnet!

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Interpretation

Das Gedicht "Ein Ständchen" von Theodor Storm beschreibt die plötzliche Erweckung des lyrischen Ichs aus dem Schlaf durch das Geigenspiel eines anderen Menschen. Der Titel deutet darauf hin, dass es sich um ein Ständchen handelt, also ein musikalisches Stück, das zur Unterhaltung oder als Liebesbeweis dargeboten wird. Das Gedicht ist in vier kurzen Versen geschrieben und folgt einem einfachen Reimschema. Die Sprache ist klar und verständlich, ohne übermäßige Metaphorik oder komplizierte Ausdrücke. Der Ton des Gedichts ist insgesamt positiv und dankbar, da das lyrische Ich den Moment als gesegnet empfindet. Das Gedicht kann als Ausdruck der Freude und des Glücks interpretiert werden, das entsteht, wenn man unerwartet auf die Schönheit und den Ausdruck eines anderen Menschen trifft. Das Geigenspiel wird als etwas Besonderes und Wertvolles dargestellt, das das lyrische Ich aus dem Schlaf reißt und ihm ein Gefühl von Segen und Dankbarkeit vermittelt.

Schlüsselwörter

lindem schlaf lag hingestreckt jäh geigenspiel erweckt menschenherz

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Stilmittel

Alliteration
Nacht oder Tag, die Stunde sei gesegnet
Hyperbel
Doch, wo das Menschenherz mir so begegnet
Metapher
In lindem Schlaf schon lag ich hingestreckt
Personifikation
Da hat mich jäh dein Geigenspiel erweckt