Ein Seliger an die Seinen in der Welt
1817Hier ist alles heilig, alles hehr! Und die kleinen Erdenfreuden, Und die kleinen Erdenleiden Kümmern uns nicht mehr. Doch wir denken hier an die da drüben, Denken hier an sie, und lieben.
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Interpretation
Das Gedicht "Ein Seliger an die Seinen in der Welt" von Matthias Claudius beschreibt die Perspektive eines Verstorbenen, der im Jenseits weilt und seinen Angehörigen auf Erden eine Botschaft übermittelt. Der Sprecher befindet sich in einem Zustand vollkommener Heiligkeit und Erhabenheit, in dem die kleinen Freuden und Leiden des irdischen Lebens keine Bedeutung mehr haben. Er ist erlöst von den alltäglichen Sorgen und Nöten, die die Menschen auf der Erde noch beschäftigen. Trotz seiner erhabenen Lage denkt der Selige weiterhin an seine Liebsten auf der Erde. Er sendet ihnen seine Gedanken und seine Liebe, auch wenn er sich nicht mehr in ihrer Mitte befindet. Diese Gedanken und Gefühle überbrücken die Kluft zwischen den Welten und zeigen, dass die Bande der Liebe auch den Tod überdauern. Der Selige ist nicht vergessen, sondern lebt in den Herzen seiner Angehörigen weiter. Das Gedicht vermittelt eine tröstliche Botschaft über den Tod und das Leben danach. Es deutet an, dass der Tod kein endgültiges Ende, sondern ein Übergang in einen höheren Zustand des Seins ist. Der Selige hat zwar die irdischen Freuden und Leiden hinter sich gelassen, aber seine Liebe zu den Seinen bleibt ungebrochen. Er ist ihnen zugewandt und denkt an sie, auch wenn er sich in einer anderen Sphäre befindet. Diese Vorstellung kann den Hinterbliebenen Trost spenden und ihnen die Angst vor dem Tod nehmen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Und die kleinen Erdenleiden
- Anapher
- Und die kleinen Erdenfreuden, Und die kleinen Erdenleiden
- Kontrast
- Hier ist alles heilig, alles hehr! Und die kleinen Erdenfreuden
- Parallelismus
- Und die kleinen Erdenfreuden, Und die kleinen Erdenleiden
- Rhetorische Frage
- Kümmern uns nicht mehr.