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Ein schönes Wort…

Von

Ein schönes Wort
gilt hier und dort;
ein gutes Wort
an jedem Ort;
ein wahres Wort
planzt sich allmählich fort und fort.

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Gedicht: Ein schönes Wort... von Ernst von Feuchtersleben

Kurze Interpretation des Gedichts

Das Gedicht „Ein schönes Wort…“ von Ernst von Feuchtersleben ist eine kurze, prägnante Reflexion über die Kraft und Auswirkung von Worten. Es ist ein Gedicht, das sich durch seine Einfachheit und Wiederholung auszeichnet und eine klare Botschaft vermittelt: Worte haben Macht und können sich in der Welt ausbreiten und auswirken.

Das Gedicht baut auf einer Reihe von Wiederholungen auf. Das zentrale Element ist das Wort, das in verschiedenen Variationen auftritt: „schönes Wort“, „gutes Wort“ und „wahres Wort“. Durch die Wiederholung dieses Wortes und die Variation der begleitenden Adjektive, betont der Dichter die unterschiedlichen Qualitäten, die Worte besitzen können. Die sich wiederholende Struktur „ein … Wort / gilt hier und dort…“ verstärkt die Idee, dass die Wirkung von Worten universal ist und über Raum und Zeit hinausreicht.

Die Verwendung von Adjektiven wie „schön“, „gut“ und „wahr“ hebt die positiven Attribute hervor, die mit bestimmten Worten verbunden sind. Diese Worte besitzen nicht nur eine ästhetische oder ethische Qualität, sondern auch eine transformative Kraft. Das Gedicht deutet an, dass diese Worte nicht nur an einem Ort existieren, sondern sich „fort und fort“ ausbreiten können. Das bedeutet, dass sie eine nachhaltige Wirkung haben und sich in der Welt verändern und auswirken können.

Der letzte Vers, „planzt sich allmählich fort und fort“, ist besonders bemerkenswert. Das Verb „planzen“ (pflanzen) suggeriert ein Wachstum und eine Ausbreitung, die organisch und allmählich erfolgt. Es deutet darauf hin, dass gute, wahre Worte wie Samen sind, die in die Welt gesät werden und Früchte tragen. Dieses Bild der Ausbreitung verleiht dem Gedicht eine optimistische Note und unterstreicht die Bedeutung des bewussten Gebrauchs von Worten und ihre langfristige Wirkung. Das Gedicht ist eine Ermutigung, Worte zu wählen, die positiv, konstruktiv und nachhaltig sind.

Weitere Informationen

Hier finden sich noch weitere Informationen zu diesem Gedicht und der Seite.

Lizenz und Verwendung

Dieses Gedicht fällt unter die „public domain“ oder Gemeinfreiheit. Gemeinfreiheit bedeutet, dass ein Werk nicht (mehr) durch Urheberrechte geschützt ist und daher von allen ohne Erlaubnis des Urhebers frei genutzt, vervielfältigt und verbreitet werden darf. Sie tritt meist nach Ablauf der gesetzlichen Schutzfrist ein, z. B. 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Weitere Informationen dazu finden sich hier.