Ein junges Liebespaar sieht sich überrascht

Klabund

unknown

Wie kam es, dass ich heut betroffen Im Mondlicht stehen blieb? Die Pforte eines Parkes sah ich offen, Ein Jüngling hatte seine Freundin lieb.

Im Buchsbaum schwirrte eines Vogels Fittich, Die Schnäbelnden erschraken, und es stob Ins grelle Mondlicht hell der eine Sittich, Indes der andere sich ins Dunkel hob.

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Interpretation

Das Gedicht "Ein junges Liebespaar sieht sich überrascht" von Klabund beschreibt eine zufällige Begegnung des lyrischen Ichs mit einem jungen Liebespaar in einem Park. Das lyrische Ich wird von dem Anblick des Paares in der Mondnacht überrascht und bleibt betroffen stehen. Die zweite Strophe vergleicht das Liebespaar mit zwei Sittichen, die im Buchsbaum "schnäbeln", also sich küssen. Als sie durch den vorbeigehenden Beobachter erschreckt werden, fliegt einer der Vögel ins grelle Mondlicht hinaus, während der andere sich ins Dunkel zurückzieht. Dieser Vergleich verdeutlicht die Unschuld und Zärtlichkeit der jungen Liebe. Das Gedicht thematisiert die plötzliche und überraschende Natur der Liebe sowie die Verletzlichkeit junger Liebespaare. Es zeigt auch die Schönheit und Intimität solcher Momente, die durch äußere Einflüsse gestört werden können. Die Sprache ist einfach und bildhaft, mit dem Vergleich der Liebenden mit Vögeln, die sich im Schutz des Buchsbaums verstecken.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Enjambement
Wie kam es, dass ich heut betroffen Im Mondlicht stehen blieb?
Kontrast
Ins grelle Mondlicht hell der eine Sittich, Indes der andere sich ins Dunkel hob
Metapher
Die Pforte eines Parkes sah ich offen
Personifikation
Im Buchsbaum schwirrte eines Vogels Fittich