Ein Herbstlied

Francisca Stoecklin

unknown

Der Sommer verglüht in Blutlaub und Traube. Noch einmal blüht Sonnenglaube.

Fühle, o liebe, Mensch, Tier und Baum! Dass alles bliebe, seufzt es im Traum.

Noch flötet Pan zur uralten Feier. Einsamer Schwan im kühlen Weiher.

Gleitet und gleitet, sein schimmerndes Gefieder, jetzt rosig entbreitet. - Kommt Leda wieder? -

Fühle, o liebe, Mensch, Tier und Baum! Dass alles bliebe, seufzt es im Traum.

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Illustration zu Ein Herbstlied

Interpretation

Das Gedicht "Ein Herbstlied" von Francisca Stoecklin beschreibt den Übergang vom Sommer zum Herbst als eine Zeit des Verlangsammens und der Sehnsucht nach Beständigkeit. Der erste Teil des Gedichts malt ein Bild von der letzten Blüte des Sommers, symbolisiert durch "Blutlaub und Traube", und ruft dazu auf, die Natur zu fühlen und zu lieben. Im zweiten Teil des Gedichts wird die uralte Feier der Natur durch den Gott Pan und den einsamen Schwan im kühlen Weiher beschrieben. Der Schwan, der sich mit seinem "schimmernden Gefieder" bewegt, wird als Symbol für Schönheit und Vergänglichkeit dargestellt. Die Frage "Kommt Leda wieder?" bezieht sich auf die griechische Mythologie und die Geschichte von Zeus, der sich in einen Schwan verwandelte, um Leda zu verführen. Der letzte Teil des Gedichts wiederholt den Aufruf, die Natur zu fühlen und zu lieben, und drückt den Wunsch aus, dass alles Bestand habe. Die Wiederholung dieser Zeilen unterstreicht die Sehnsucht nach Beständigkeit und die Schönheit der vergänglichen Natur.

Schlüsselwörter

fühle liebe mensch tier baum bliebe seufzt traum

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Stilmittel

Alliteration
Gleitet und gleitet
Anspielung
Komm Leda wieder?
Metapher
sein schimmerndes Gefieder
Personifikation
Fühle, o liebe, Mensch, Tier und Baum! Dass alles bliebe, seufzt es im Traum
Wiederholung
Fühle, o liebe, Mensch, Tier und Baum! Dass alles bliebe, seufzt es im Traum