Ein Brieff

Friedrich Freiherr von Logau

1648

Dein Brieff begrüste mich; mein Brieff begrüst dich wieder; So wissen beyde wir, daß keiner todt liegt nieder.

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Interpretation

Das Gedicht "Ein Brieff" von Friedrich Freiherr von Logau handelt von der Bedeutung und dem Trost, den der Briefwechsel zwischen zwei Menschen bieten kann. Der Autor beschreibt, wie der Empfang eines Briefes eine Verbindung herstellt und die Gewissheit gibt, dass der andere noch lebt und an einen denkt. Der Brief wird als eine Art Lebenszeichen verstanden, das die Angst vor dem Tod und der Trennung mindert. In den beiden ersten Zeilen des Gedichts wird der Brief als eine Art Gruß beschrieben, der vom Empfänger zurückgegeben wird. Dies verdeutlicht die wechselseitige Natur des Briefwechsels und die damit verbundene Verbundenheit der beiden Personen. Der Brief wird somit als eine Form der Kommunikation und des Austauschs von Gedanken und Gefühlen verstanden. Die letzten beiden Zeilen des Gedichts betonen die Wichtigkeit des Briefwechsels für das Gefühl der Verbundenheit und des Lebens. Die Gewissheit, dass der andere noch lebt und an einen denkt, gibt Trost und mindert die Angst vor dem Tod. Der Brief wird somit als eine Art Lebenszeichen verstanden, das die Verbundenheit zwischen den beiden Personen aufrechterhält.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Antithese
Der Kontrast zwischen Leben ('begrüste') und Tod ('liegt nieder') wird durch die Aussage, dass beide noch lebendig sind, verdeutlicht.
Parallelismus
Die Zeilen 'Dein Brieff begrüste mich' und 'mein Brieff begrüst dich wieder' sind parallel aufgebaut und betonen die wechselseitige Kommunikation.
Reimschema
Das Gedicht folgt einem AABB-Reimschema, wobei 'wieder' und 'nieder' sich reimen.