Efeu und ein zärtlich Gemüt
1832Efeu und ein zärtlich Gemüt, heftet sich an und grünt und blüht, kann es weder Stamm noch Mauer finden, es muß verdorren, es muß verschwinden.
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Interpretation
Das Gedicht "Efeu und ein zärtlich Gemüt" von Johann Wolfgang von Goethe beschreibt die Natur des Efeus und vergleicht sie mit der Natur eines zärtlichen Gemüts. Beide haben die Eigenschaft, sich an etwas festzuhalten und zu wachsen. Der Efeu findet Halt an einem Stamm oder einer Mauer, während ein zärtliches Gemüt sich an eine Person oder eine Idee bindet. Diese Verbindung ermöglicht es beiden, zu gedeihen und zu blühen. Der zweite Teil des Gedichts verdeutlicht die Abhängigkeit von äußeren Bedingungen. Wenn der Efeu keinen Halt findet, wird er verdorren und verschwinden. Ähnlich verhält es sich mit einem zärtlichen Gemüt, das ohne einen Halt oder eine Verbindung nicht überleben kann. Dies verdeutlicht die Verletzlichkeit und die Notwendigkeit von Beziehungen und Bindungen für das emotionale Wohlbefinden. Goethe nutzt die Metapher des Efeus, um die menschliche Natur und die Bedeutung von emotionalen Bindungen zu verdeutlichen. Das Gedicht regt zum Nachdenken über die eigene Abhängigkeit von anderen Menschen und die Bedeutung von Beziehungen im Leben an. Es zeigt auf, dass ohne diese Verbindungen sowohl der Efeu als auch das zärtliche Gemüt nicht überleben können.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Kontrast
- kann es weder Stamm noch Mauer finden, es muß verdorren, es muß verschwinden
- Metapher
- Efeu und ein zärtlich Gemüt
- Personifikation
- heftet sich an und grünt und blüht