Durch mich gelangt...
1321Durch mich gelangt man in die Stadt der Schmerzen, Durch mich zu wandellosen Bitternissen, Durch mich erreicht man die verlorenen Herzen.
Gerechtigkeit hat mich dem Nichts entrissen; Mich schuf die Kraft, die sich durch alles breitet, Die erste Liebe und das höchste Wissen.
Vor mir ward nichts Geschaffenes breitet, Nur ew′ges Sein, so wie ich ewig bin: Laßt jede Hoffnung, die ihr mich durchschreitet.
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Interpretation
Das Gedicht "Durch mich gelangt..." von Dante Alighieri beschreibt die Pforte zur Hölle, die der Dichter auf seiner Reise durch das Jenseits erreicht. Die Inschrift über dem Eingang verkündet, dass nur durch diesen Weg man die Stadt des Schmerzes, die endlosen Qualen und die verlorenen Seelen erreichen kann. Die Hölle wurde von göttlicher Gerechtigkeit, allmächtiger Kraft und höchster Weisheit geschaffen, um die Sünder zu bestrafen. Das Gedicht betont die Ewigkeit der Hölle und ihre Vorrangstellung vor allem Geschaffenen. Die Hölle existierte bereits vor der Erschaffung der Welt und wird auch nach ihr weiterbestehen. Die letzten Worte der Inschrift, "Lasst jede Hoffnung, die ihr mich betretet", sind eine Warnung an alle, die die Schwelle übertreten. In der Hölle gibt es keine Hoffnung mehr auf Erlösung oder Rettung. Die Verdammten müssen für alle Ewigkeit ihre Sünden büßen und die schrecklichen Folgen ihrer Taten erleiden.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- wandellosen Bitternissen
- Anapher
- Durch mich gelangt... Durch mich zu... Durch mich erreicht
- Chiasmus
- Nur ew′ges Sein, so wie ich ewig bin
- Hyperbel
- die Kraft, die sich durch alles breitet
- Metapher
- Durch mich gelangt man in die Stadt der Schmerzen
- Paradox
- Laßt jede Hoffnung, die ihr mich durchschreitet
- Personifikation
- Gerechtigkeit hat mich dem Nichts entrissen