Du wolltest nicht
1890Ich hätte dir eine Sonne schenken können Und den halben Mond Und zwei Hände voll Sternblumen - Aber du wolltest nicht.
Nun ist die Sonne fortgeflogen, Die Sterne sind ausgestreut, Meine Hände sind leer - Und dich will ich nicht.
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Interpretation
Das Gedicht "Du wolltest nicht" von Gerrit Engelke handelt von einer unerfüllten Liebe und den damit verbundenen Gefühlen von Enttäuschung und Verbitterung. Der lyrische Ich-Erzähler beschreibt, wie er seiner Geliebten Großes hätte geben können, symbolisiert durch die Sonne, den Mond und die Sternblumen. Diese Himmelskörper und Blumen stehen für die Intensität und Schönheit seiner Gefühle sowie die Fülle seines Herzens. Die Geliebte jedoch wollte diese Gaben nicht annehmen, was zu einer tiefen Kränkung des lyrischen Ichs führte. In der zweiten Strophe wird deutlich, dass die Sonne, die Sterne und die Sternblumen nun verloren sind oder vergeudet wurden. Die Hände des Erzählers sind leer, was seine emotionale Leere und die Nutzlosigkeit seiner Anstrengungen symbolisiert. Die einst so großzügige Geste ist nun vergebens gewesen. Im letzten Vers wendet sich das Blatt. Das lyrische Ich erklärt, dass es die Geliebte nun nicht mehr will. Dies ist ein Ausdruck von Trotz und Selbstschutz. Die Zurückweisung hat das lyrische Ich so verletzt, dass es sich emotional abschottet und die einstige Liebe in Ablehnung umkehrt. Das Gedicht endet mit einer bitteren Note, die die tiefe Enttäuschung und den Schmerz der unerwiderten Liebe verdeutlicht.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Ich hätte dir eine Sonne schenken können Und den halben Mond Und zwei Hände voll Sternblumen
- Ironie
- Und dich will ich nicht
- Kontrast
- Nun ist die Sonne fortgeflogen, Die Sterne sind ausgestreut, Meine Hände sind leer - Und dich will ich nicht