Du weißt es nicht
unknownWenn du es wußtest, was ich dir bin, Du nähmst mich ganz und freudig hin.
Ich bin dein Sänger, schöne Frau! Du bist die Blume, ich bin der Thau.
Du bist die Seele, ich bin das Herz Für deine Freuden, für deinen Schmerz,
Und was die Sonne der Frühlingsau, Das ist der Sänger der schönen Frau.
In meiner Lieder lichtem Glanz Entfaltet sich dein Wesen ganz.
In meiner Klänge lautem Schwung Bleibt deine Schönheit ewig jung;
Und meiner Liebe stiller Laut, Macht dich zur ewigen Sängerbraut.
Ich streu dir Lieder auf deinen Weg, Die ich wie Blumen im Herzen pfleg.
Dir pocht mein Herz, in Lieb bewegt, So lange noch das deine schlägt.
Und einst in deinen Totenschrein Leg ich dir Blumen noch hinein,
Und meine klagenden Lieder dazu, Und sing dann mein Herz in ewige Ruh.
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Interpretation
Das Gedicht "Du weißt es nicht" von Hermann Rollett handelt von der tiefen Liebe und Hingabe eines Sängers zu einer schönen Frau. Der Sänger drückt aus, dass die Frau seine Hingabe nicht erkennt und dass sie ihn freudig annehmen würde, wenn sie es wüsste. Er vergleicht sich mit dem Tau, der die Blume nährt, und mit dem Herzen, das die Seele der Frau ergänzt. Der Sänger sieht sich als Quelle der Freude und des Trostes für die Frau, ähnlich wie die Sonne für die Frühlingsaue. In den folgenden Strophen beschreibt der Sänger, wie seine Lieder das Wesen der Frau entfalten und ihre Schönheit ewig jung erhalten. Er sieht sich als ewigen Sängerbräutigam, der die Frau durch seine Liebe und seine Lieder verewigt. Der Sänger streut der Frau Lieder wie Blumen auf ihren Weg, die er im Herzen gepflegt hat. Er verspricht, ihr sein Herz zu schenken, solange sie lebt, und ihr Blumen und klagende Lieder in ihren Totenschrein zu legen, bevor er selbst in ewiger Ruhe sein Herz singt. Das Gedicht vermittelt eine tiefe emotionale Intensität und eine romantische Vorstellung von der Kraft der Liebe und der Kunst. Der Sänger sieht sich als der perfekte Partner für die Frau, der sie durch seine Lieder und seine Liebe erhebt und verewigt. Das Gedicht ist ein Ausdruck der Sehnsucht nach einer tiefen, ewigen Verbindung zwischen zwei Menschen, die durch die Kraft der Kunst und der Liebe über den Tod hinaus bestehen kann.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- Und meine klagenden Lieder dazu, Und sing dann mein Herz in ewige Ruh.
- Personifikation
- Dir pocht mein Herz, in Lieb bewegt, So lange noch das deine schlägt.
- Vergleich
- Und was die Sonne der Frühlingsau, Das ist der Sänger der schönen Frau.