Du warst es doch

Theodor Storm

1864

In buntem Zug zum Walde ging′s hinaus; Du bei den Kindern bliebst allein zu Haus. Und draußen haben wir getanzt, gelacht, Und kaum, so war mir, hatt ich dein gedacht. - Nun kommt der Abend, und die Zeit beginnt, Wo auf sich selbst die Seele sich besinnt; Nun weiß ich auch, was mich so froh ließ sein, Du warst es doch, und du nur ganz allein.

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Interpretation

Das Gedicht "Du warst es doch" von Theodor Storm handelt von einer Erkenntnis der Liebe und des Vermissens. Der erste Teil des Gedichts beschreibt eine Situation, in der der Erzähler zusammen mit Kindern einen Ausflug in den Wald unternimmt, während die geliebte Person zu Hause bleibt. Obwohl der Erzähler scheinbar Spaß hat und sich amüsiert, denkt er kaum an die zurückgelassene Person. Im zweiten Teil des Gedichts setzt ein Nachdenken ein, als der Abend naht. Die Seele des Erzählers besinnt sich auf sich selbst und er erkennt, was ihn zuvor so fröhlich sein ließ. Es wird klar, dass die geliebte Person die Quelle seiner Freude war, auch wenn er es zuvor nicht bewusst wahrgenommen hat. Der letzte Teil des Gedichts drückt die Erkenntnis aus, dass die geliebte Person die einzige Quelle des Glücks und der Freude des Erzählers ist. Es wird betont, dass sie es allein war, die ihn so fröhlich sein ließ, auch wenn er es zuvor nicht erkannt hat.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Enjambement
In buntem Zug zum Walde ging's hinaus; Du bei den Kindern bliebst allein zu Haus.
Kontrast
In buntem Zug zum Walde ging's hinaus; Du bei den Kindern bliebst allein zu Haus.
Metapher
Wo auf sich selbst die Seele sich besinnt
Wiederholung
Du warst es doch, und du nur ganz allein.