Du sollst reden

Friedrich Halm

1806

Du sollst reden, nicht viel, aber sinnig; du sollst beten, nicht lang, aber innig; du sollst handeln, nicht rasch, aber kräftig; du sollst lieben, nicht laut aber heftig; du sollst leben, nicht wild, aber heiter; du sollst dir helfen, Gott hilft dir weiter.

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Interpretation

Das Gedicht "Du sollst reden" von Friedrich Halm ist ein kurzes, aber tiefgründiges Werk, das eine Reihe von Lebensweisheiten und Ratschlägen enthält. Der Autor verwendet ein strenges Reimschema und eine rhythmische Struktur, um seine Botschaft zu vermitteln. Jede Strophe beginnt mit dem Imperativ "Du sollst", gefolgt von einem Verb, das eine bestimmte Handlung beschreibt. Diese Struktur verleiht dem Gedicht eine fast mantraartige Qualität und betont die Wichtigkeit der dargebotenen Ratschläge. Die Themen des Gedichts sind vielfältig und umfassen Kommunikation, Spiritualität, Handeln, Liebe, Lebensfreude und Selbsthilfe. Halm betont die Qualität und Tiefe jeder Handlung, anstatt ihre Quantität oder Intensität. So wird beispielsweise das Reden als "sinnig" und nicht als "viel" beschrieben, das Beten als "innig" und nicht als "lang". Diese Betonung der Qualität über die Quantität zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Gedicht. Der letzte Vers "Du sollst dir helfen, Gott hilft dir weiter" bildet einen kraftvollen Abschluss des Gedichts. Er vereint die menschliche Verantwortung mit dem Glauben an göttliche Unterstützung. Dieser Vers legt nahe, dass man selbst aktiv werden muss, um dann von einer höheren Macht unterstützt zu werden. Es ist eine Aufforderung zur Selbstständigkeit und zum Vertrauen in eine größere Macht, die zusammenarbeiten, um ein erfülltes Leben zu führen.

Schlüsselwörter

sollst reden viel sinnig beten lang innig handeln

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Stilmittel

Anapher
Du sollst reden, nicht viel, aber sinnig; du sollst beten, nicht lang, aber innig; du sollst handeln, nicht rasch, aber kräftig; du sollst lieben, nicht laut aber heftig; du sollst leben, nicht wild, aber heiter
Antithese
nicht viel, aber sinnig; nicht lang, aber innig; nicht rasch, aber kräftig; nicht laut aber heftig; nicht wild, aber heiter
Kontrast
nicht viel, aber sinnig; nicht lang, aber innig; nicht rasch, aber kräftig; nicht laut aber heftig; nicht wild, aber heiter
Parallelismus
du sollst reden, nicht viel, aber sinnig; du sollst beten, nicht lang, aber innig; du sollst handeln, nicht rasch, aber kräftig; du sollst lieben, nicht laut aber heftig; du sollst leben, nicht wild, aber heiter