Du segnest herrlich

Johann Wolfgang von Goethe

1771

Du segnest herrlich Das frische Feld, Im Blütendampfe Die volle Welt.

O Mädchen, Mädchen, Wie lieb′ ich dich! Wie blickt dein Auge! Wie liebst du mich!

So liebt die Lerche Gesang und Luft, Und Morgenblumen Den Himmelsduft,

Wie ich dich liebe Mit warmem Blut, Die du mir Jugend Und Freud und Mut

Zu neuen Liedern Und Tänzen gibst. Sei ewig glücklich, Wie du mich liebst!

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Interpretation

Das Gedicht "Du segnest herrlich" von Johann Wolfgang von Goethe beschreibt die tiefe und leidenschaftliche Liebe des lyrischen Ichs zu einem Mädchen. Die Natur wird als üppig und voller Segen dargestellt, was die Intensität der Gefühle unterstreicht. Die erste Strophe setzt eine Atmosphäre der Fülle und des Wachstums, die als Metapher für die aufblühende Liebe dient. Im zweiten und dritten Vers wird die Liebe des lyrischen Ichs zum Mädchen direkt ausgedrückt. Die Bewunderung für das Mädchen wird durch die Betonung ihres Blickes und ihrer Liebe zum Ich gezeigt. Die Vergleiche mit der Lerche und den Morgenblumen verdeutlichen, wie natürlich und unausweichlich diese Liebe ist, ähnlich wie die Instinkte der Tiere und Pflanzen. Die letzte Strophe bringt die tiefe Dankbarkeit des lyrischen Ichs zum Ausdruck. Das Mädchen wird als Quelle der Jugend, Freude und Mut beschrieben, die neue Lieder und Tänze inspiriert. Der Wunsch, dass das Mädchen ewig glücklich sein möge, wie es das Ich liebt, rundet das Gedicht mit einer hoffnungsvollen und liebevollen Note ab.

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Stilmittel

Alliteration
Blütendampfe
Anapher
Du segnest herrlich
Hyperbel
Wie lieb ich dich!
Metapher
mit warmem Blut
Parallelismus
Jugend Und Freud und Mut
Personifikation
Morgenblumen Den Himmelsduft
Vergleich
So liebt die Lerche Gesang und Luft
Wiederholung
O Mädchen, Mädchen
Wunsch
Sei ewig glücklich