Du schläfst
1843Du schläfst - so will ich leise flehen: O schlafe sanft! und leise will ich gehen, Daß dich nicht störe meiner Tritte Gang, Daß du nicht hörest meiner Stimme Klang.
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Interpretation
Das Gedicht "Du schläfst" von Theodor Storm beschreibt eine zärtliche und liebevolle Stimmung, in der der Sprecher eine schlafende Person beobachtet und ihr sanftes Schlummern nicht stören möchte. Die ersten Zeilen verdeutlichen den Wunsch des Sprechers, leise zu flehen und sanft zu gehen, um die Ruhe des Schlafenden nicht zu unterbrechen. Die Bildsprache der leisen Schritte und der sanften Stimme unterstreicht die Rücksichtnahme und den Respekt vor dem Schlaf des anderen. Die zweite Strophe vertieft die Intimität der Szene, indem der Sprecher den Wunsch äußert, dass der Schlafende weder seine Schritte noch seine Stimme hört. Dies betont die Nähe und das tiefe Verständnis für die Bedürfnisse des anderen. Die Wiederholung des Wortes "leise" verstärkt die Atmosphäre der Stille und des Friedens, die den Moment umgibt. Der Sprecher scheint in einem Zustand der stillen Bewunderung und Zärtlichkeit zu verharren, ohne den Schlafenden zu stören. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Atmosphäre der stillen Zuneigung und des Respekts für die Ruhe des anderen. Theodor Storm gelingt es, durch einfache, aber eindringliche Worte eine tiefe emotionale Verbindung zwischen dem Sprecher und dem Schlafenden zu schaffen. Das Gedicht lädt den Leser ein, die Schönheit und den Wert der Stille und des ungestörten Schlafs zu würdigen, während es gleichzeitig die zarte Beziehung zwischen den beiden Personen hervorhebt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- leise flehen
- Apostrophe
- Du schläfst
- Metapher
- meiner Tritte Gang
- Personifikation
- meiner Stimme Klang