Du nahmst mir die Augen aus dem Kopf
1895Die blauen Fenster des Sommers stehen um dich Und ein unerschütterlicher Himmel dahinter. Du teilst Freude aus, wie nur die schwerwiegende Sonne Freude austeilt. Meine Tage fielen in das bedeutungslose Gras, Aber als du und ich uns zusammenlegten, Banden wir die Zeit zu einem Knoten, den keiner zerhaut.
Du nahmst mir die Augen aus dem Kopf Und hast mir dafür tiefe Feuer eingesetzt; Um meine Stirn scharen sich die Gedanken wie festliche Freunde.
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Interpretation
Das Gedicht "Du nahmst mir die Augen aus dem Kopf" von Max Dauthendey beschreibt die überwältigende Wirkung einer geliebten Person auf den lyrischen Ich. Die Anwesenheit des Gegenübers wird mit einem unerschütterlichen Himmel und der schwerwiegenden Sonne verglichen, die Freude ausstrahlt und die Zeit des lyrischen Ichs mit Bedeutung erfüllt. Die Tage, die zuvor bedeutungslos waren, gewinnen durch die gemeinsame Zeit mit der geliebten Person an Tiefe und Intensität. Das lyrische Ich beschreibt, wie die geliebte Person ihm die Augen aus dem Kopf nimmt und dafür tiefe Feuer einsetzt. Dies kann als Metapher für die transformative Kraft der Liebe verstanden werden, die das Ich in die Lage versetzt, die Welt mit neuen, leidenschaftlichen Augen zu sehen. Die Gedanken, die sich um die Stirn des lyrischen Ichs scharen, werden als festliche Freunde beschrieben, was die positive und bereichernde Wirkung der Liebe auf den Geist des Ichs verdeutlicht. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine tiefe Empfindung der Veränderung und Bereicherung durch die Liebe. Die geliebte Person wird als Quelle der Freude und Bedeutung dargestellt, die das Ich aus seinem bisherigen, möglicherweise eintönigen Dasein reißt und ihm eine neue Perspektive auf die Welt und sich selbst gibt. Die Sprache des Gedichts ist bildhaft und metaphorisch, was die Intensität der beschriebenen Gefühle unterstreicht.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- Meine Tage fielen in das bedeutungslose Gras
- Metapher
- Um meine Stirn scharen sich die Gedanken wie festliche Freunde
- Personifikation
- Du teilst Freude aus, wie nur die schwerwiegende Sonne Freude austeilt
- Symbolik
- Banden wir die Zeit zu einem Knoten, den keiner zerhaut