Du Dunkelheit, aus der ich stamme
19261919
Du Dunkelheit, aus der ich stamme ich liebe dich mehr als die Flamme, welche die Welt begrenzt, indem sie glänzt mich nicht so sehr verhinderte am Wachen -: für irgend einen Kreis, aus dem heraus kein Wesen von ihr weiß.
Aber die Dunkelheit hält alles an sich: Gestalten und Flammen, Tiere und mich, wie sie′s errafft, Menschen und Mächte -
Und es kann sein: eine große Kraft rührt sich in meiner Nachbarschaft.
Ich glaube an Nächte.
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "Du Dunkelheit, aus der ich stamme" von Rainer Maria Rilke ist eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Licht und Dunkelheit, von Sichtbarem und Unsichtbarem. Der Sprecher richtet seinen Fokus auf die Dunkelheit, die er als Ursprung und Heimat begreift, und stellt sie über das Licht, das die Welt begrenzt und begrenzt. Die Dunkelheit wird als ein umfassendes, alles einschließendes Element dargestellt, das Gestalten, Flammen, Tiere, Menschen und Mächte in sich birgt. Der Sprecher fühlt sich von dieser Dunkelheit umarmt und erkennt in ihr eine große Kraft, die sich in seiner Nähe regt. Das Gedicht spielt mit dem Kontrast zwischen Licht und Dunkelheit, wobei die Dunkelheit als etwas Positives, Lebendiges und Kraftvolles dargestellt wird. Die Flamme, die die Welt begrenzt und begrenzt, wird als etwas Eingeschränktes und Begrenzendes wahrgenommen. Der Sprecher fühlt sich vom Licht nicht so sehr am Wachen gehindert, was darauf hindeutet, dass die Dunkelheit ihm ein tieferes Verständnis und eine größere Bewusstheit ermöglicht. Die Dunkelheit wird als ein Ort der Geborgenheit und des Wissens dargestellt, in dem alles, was existiert, enthalten ist. Der letzte Satz "Ich glaube an Nächte" fasst die Essenz des Gedichts zusammen. Es ist ein Bekenntnis zur Dunkelheit, zur Nacht, als einem Ort des Geheimnisses, der Tiefe und der Kraft. Der Sprecher vertraut auf die Dunkelheit als eine Quelle der Inspiration und des Lebens, im Gegensatz zum Licht, das als etwas Oberflächliches und Begrenzendes wahrgenommen wird. Das Gedicht lädt den Leser ein, die Dunkelheit nicht als etwas Furchterregendes oder Negatives zu sehen, sondern als einen Ort des Wissens, der Geborgenheit und der Kraft.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Menschen und Mächte
- Gegenüberstellung
- ich liebe dich mehr als die Flamme
- Hyperbel
- eine große Kraft rührt sich in meiner Nachbarschaft
- Metapher
- Du Dunkelheit, aus der ich stamme
- Paradox
- Ich glaube an Nächte
- Personifikation
- Dunkelheit hält alles an sich
- Symbolik
- Flamme, welche die Welt begrenzt