Dû bist mîn

Unbekannt

unknown

Dû bist mîn, ich bin dîn: des solt dû gewis sîn. dû bist beslozzen in mînem herzen: verlorn ist das slüzzelîn: dû muost immer drinne sîn.

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Interpretation

Das Gedicht "Dû bist mîn" von einem unbekannten Autor ist ein mittelalterliches Minnelied, das die tiefe Verbundenheit und Hingabe zweier Menschen zueinander ausdrückt. Der Titel und die erste Zeile verdeutlichen bereits die gegenseitige Zugehörigkeit und das unauflösliche Band, das die beiden Liebenden verbindet. Das "Dû bist mîn, ich bin dîn" symbolisiert eine vollkommene Einheit und den Willen, füreinander da zu sein. Im zweiten Teil des Gedichts wird die Metapher des Herzens als Schloss verwendet, in das der Geliebte "beslozzen" ist. Das Herz wird als sicherer Ort dargestellt, an dem die Liebe geschützt und bewahrt wird. Der Verlust des Schlüssels ("verlorn ist das slüßelîn") deutet darauf hin, dass die Liebe unumkehrbar und für immer ist. Es gibt kein Zurück mehr, da der Schlüssel verloren ist und der Geliebte "immer drinne sîn" muss. Die Kürze und die klare Struktur des Gedichts unterstreichen die Intensität der Gefühle. Die Wiederholung und die einfache, aber eindringliche Sprache vermitteln die tiefe emotionale Verbundenheit und die Beständigkeit der Liebe. Das Gedicht vermittelt eine zeitlose Botschaft über die unendliche und unauflösliche Natur der wahren Liebe.

Schlüsselwörter

solt gewis beslozzen herzen verlorn muost drinne

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Stilmittel

Anapher
Dû bist mîn
Metapher
dû bist beslozzen / in mînem herzen
Reimschema
AABB
Symbol
verlorn ist das slüzzelîn