Don Fadrique
1892Don Fadrique bringt ein Ständchen Der possierlichen Pepita: “Liebchen, strecke durch die Türe Deines Füsschen Spitze nur!”
Und die drollige Pepita Streckt durch eine schmale Spalte Eines allerliebsten Fusses Weisses Spitzchen in die Luft.
Don Fadrique krümmt den Rücken, Will das weisse Spitzchen küssen, Knabe Amor steht beiseite, Der den Bogen lachend spannt.
Nach dem ewigjungen Herzen Zielt er; doch wer lacht, der zielt schlecht: In des Ritters alten Rücken Schiesst er einen Hexenschuss.
Don Fadriques Knochen rasseln, Don Fadrique stürzt zusammen, Figaro holt eine Sänfte, Figaro bringt ihn zu Bett.
“Frommer Bruder Agostino, Exorziere mir das frevle Allerliebste weisse Füsschen, Das durch meine Beichte tanzt!”
Don Fadrique sucht den Hades, Zierlich schreitend wie ein Stutzer, Tänzelnd leuchtet ihm ein weisses Füsschen durch die Unterwelt.
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Interpretation
Das Gedicht "Don Fadrique" von Conrad Ferdinand Meyer erzählt die komische Geschichte eines verliebten Ritters, der versucht, ein Ständchen für seine Angebetete Pepita zu singen. Don Fadrique bittet Pepita, ihr Fuß durch die Tür zu strecken, damit er ihn küssen kann. Pepita spielt mit ihm und streckt nur den Spitzen ihres Schuhs durch eine schmale Spalte. Don Fadrique krümmt sich, um den Fuß zu küssen, doch Amor, der scherzhafte Gott der Liebe, spannt seinen Bogen und schießt einen Hexenschuss in den Rücken des Ritters. Don Fadrique stürzt zusammen und wird von Figaro in eine Sänfte gebracht und zu Bett gebracht. In seiner Verzweiflung bittet er den frommen Bruder Agostino, das weiße Füsschen zu exorzieren, das durch seine Beichte tanzt. Schließlich sucht Don Fadrique den Hades und tänzelt durch die Unterwelt, während ihm ein weißes Füsschen den Weg leuchtet. Das Gedicht ist eine humorvolle Darstellung der Liebe und ihrer unvorhersehbaren Folgen. Don Fadrique ist ein typischer Liebhaber, der bereit ist, alles für seine Angebetete zu tun. Pepita spielt mit ihm und zeigt ihm, dass sie die Kontrolle über die Situation hat. Amor, der Gott der Liebe, sorgt dafür, dass die Dinge nicht so laufen, wie Don Fadrique es sich vorgestellt hat. Der Hexenschuss, den er in den Rücken des Ritters schießt, ist eine Anspielung auf die körperlichen Auswirkungen der Liebe, die oft unerwartet und unangenehm sind. Don Fadrique's Bitte an den frommen Bruder Agostino, das weiße Füsschen zu exorzieren, zeigt, wie verzweifelt er ist und wie sehr er von der Liebe besessen ist. Schließlich sucht er den Hades, was darauf hindeutet, dass er bereit ist, alles zu tun, um seine Liebe zu gewinnen, selbst wenn es bedeutet, in die Unterwelt zu gehen. Das Gedicht ist auch eine Kritik an der romantischen Liebe und ihren Konsequenzen. Don Fadrique ist ein typischer Romantiker, der bereit ist, alles für die Liebe zu tun. Pepita spielt mit ihm und zeigt ihm, dass die Liebe nicht immer so ist, wie man es sich vorstellt. Amor, der Gott der Liebe, sorgt dafür, dass die Dinge nicht so laufen, wie Don Fadrique es sich vorgestellt hat. Der Hexenschuss, den er in den Rücken des Ritters schießt, ist eine Anspielung auf die körperlichen Auswirkungen der Liebe, die oft unerwartet und unangenehm sind. Don Fadrique's Bitte an den frommen Bruder Agostino, das weiße Füsschen zu exorzieren, zeigt, wie verzweifelt er ist und wie sehr er von der Liebe besessen ist. Schließlich sucht er den Hades, was darauf hindeutet, dass er bereit ist, alles zu tun, um seine Liebe zu gewinnen, selbst wenn es bedeutet, in die Unterwelt zu gehen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Don Fadrique krümmt den Rücken
- Allusion
- Don Fadrique sucht den Hades
- Hyperbel
- Ziel auf das ewigjunge Herz
- Ironie
- Doch wer lacht, der zielt schlecht
- Kontrast
- Zierlich schreitend wie ein Stutzer
- Metapher
- Don Fadrique bringt ein Ständchen
- Personifikation
- Das durch meine Beichte tanzt
- Symbolik
- Weisses Spitzchen