Doch Einer hilft...
1803Doch Einer hilft, doch Einer bringt Frieden. Umsonst läßt sich vom Himmel nichts erwerben - du treuer Tod! dich ruft man und du hilfst! O glücklich ist der Mensch, er kann noch sterben! All´Glück kann uns der alte Gott zerschlagen, Nur deinen Trost, du freundlicher Gesell´, Wird er uns nimmermehr versagen.
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Interpretation
Das Gedicht "Doch Einer hilft..." von Julius Mosen beschreibt die Trost spendende Rolle des Todes in einer Welt voller Leid und Unglück. Der Tod wird als ein treuer Helfer dargestellt, der Frieden bringt und als einzige Instanz gilt, die den Menschen nicht im Stich lässt. Das Gedicht beginnt mit der Feststellung, dass es einen gibt, der hilft und Frieden bringt. Dieser Helfer ist der Tod, der nicht erkauft werden kann und aufgerufen wird, um zu helfen. Der Sprecher preist den Tod als glücklichen Umstand, dass der Mensch noch sterben kann. Im weiteren Verlauf des Gedichts wird betont, dass alle anderen Formen des Glücks von Gott zerstört werden können, nur der Trost des Todes bleibt unantastbar. Der Tod wird als freundlicher Geselle bezeichnet, der den Menschen seinen Trost niemals versagen wird. Das Gedicht endet mit einer Art Lobpreis auf den Tod als letzte Zuflucht und einzige verlässliche Instanz in einer von Leid und Ungewissheit geprägten Welt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Doch Einer hilft, doch Einer bringt Frieden.
- Apostrophe
- du treuer Tod! dich ruft man und du hilfst!
- Hyperbel
- All´Glück kann uns der alte Gott zerschlagen
- Kontrast
- doch Einer hilft, doch Einer bringt Frieden
- Personifikation
- du freundlicher Gesell´