Diu krône ist elter...

Walther von der Vogelweide

1170

Diu krône ist elter danne der künec Philippes sî: dâ mugent ir alle schouwen wol ein wunder bî, wie si ime der smit sô ebene habe gemachet. sîn keiserlîchez houbet zimt ir alsô wol, daz si ze rehte nieman guoter scheiden sol: ir dewederz daz ander niht enswachet. si liuhtent beide ein ander an, daz edel gesteine wider den jungen süezen man: die ougenweide sehent die fürsten gerne. swer nû des rîches irre gê, der schouwe wem der weise ob sîme nacke stê: der stein ist aller fürsten leitesterne

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Interpretation

Das Gedicht "Diu krône ist elter..." von Walther von der Vogelweide handelt von der Krone eines Herrschers, die als Symbol für Macht und Herrschaft dargestellt wird. Die Krone wird als alt und ehrwürdig beschrieben, älter als der König Philipp selbst. Sie wird als Meisterwerk eines Schmieds gepriesen, der sie so perfekt geschaffen hat, dass sie den Kopf des Kaisers wie angegossen umgibt. Die Krone wird als einzigartig und unvergleichlich beschrieben, da sie weder das eine noch das andere Element überwiegen lässt, sondern beide in perfektem Gleichgewicht hält. Die Edelsteine der Krone leuchten und spiegeln sich gegenseitig, was als ein Zeichen für die Schönheit und den Glanz des Herrschers interpretiert werden kann. Die Fürsten betrachten diese Augenweide gerne und bewundern die Pracht der Krone. Der letzte Vers des Gedichts deutet darauf hin, dass die Krone auch als Leitstern für alle Fürsten dient. Sie ist ein Symbol für die Macht und den Einfluss des Herrschers und dient als Orientierungspunkt für die anderen Fürsten. Die Krone wird als ein Objekt von großer Bedeutung und Bewunderung dargestellt, das den Status und die Autorität des Herrschers unterstreicht.

Schlüsselwörter

daz wol ander fürsten diu elter danne künec

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
die ougenweide sehent die fürsten gerne
Bildsprache
si liuhtent beide ein ander an
Hyperbel
daz si ze rehte nieman guoter scheiden sol
Metapher
der schouwe wem der weise ob sîme nacke stê
Parallelismus
ir dewederz daz ander niht enswachet
Personifikation
wie si ime der smit sô ebene habe gemachet
Rhetorische Frage
swer nû des rîches irre gê
Symbolik
der stein ist aller fürsten leitesterne
Vergleich
sîn keiserlîchez houbet zimt ir alsô wol