Dies:
unknownZwischen seine Augen stumm den Mund, Einen wunderoten Falter setzen, Seines Kindes kleine Krokushände Mit dem Tau des blauen Kruges netzen: Das wär Erde mit den tiefsten Schätzen, Himmel mit dem höchsten Rund, Hölle, wenn ich nie es fände.
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Interpretation
Das Gedicht "Dies:" von Gertrud Kolmar beschreibt eine tiefe Sehnsucht nach einer intensiven, fast sakralen Verbindung zu einem Kind. Die Sprecherin imaginiert, dem Kind einen roten Falter auf die Stirn zu setzen und seine kleinen Hände mit Tau zu benetzen. Diese Handlungen symbolisieren eine zärtliche, liebevolle und schützende Haltung gegenüber dem Kind. Die letzten Zeilen des Gedichts verdeutlichen die immense Bedeutung, die das Finden und die Beziehung zu diesem Kind für die Sprecherin hat. Sie vergleicht das Finden des Kindes mit dem Erreichen der tiefsten Schätze der Erde, dem höchsten Rund des Himmels und dem Schrecken der Hölle, wenn sie es nie finden würde. Diese Übertreibungen unterstreichen die existenzielle Wichtigkeit dieser Beziehung für die Sprecherin. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine intensive emotionale Bindung und eine tiefe Sehnsucht nach einer Verbindung zu einem Kind. Die Sprecherin sehnt sich danach, das Kind zu finden und zu beschützen, und stellt diese Beziehung als das Wichtigste in ihrem Leben dar.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildlichkeit
- Mit dem Tau des blauen Kruges netzen
- Hyperbel
- Das wär Erde mit den tiefsten Schätzen, Himmel mit dem höchsten Rund
- Kontrast
- Hölle, wenn ich nie es fände
- Metapher
- Zwischen seine Augen stumm den Mund, Einen wunderoten Falter setzen
- Symbolik
- Seines Kindes kleine Krokushände