Die Zierliche

Gustav Falke

1853

Du Zierliche, Leichte, Wenn ich dich erreichte Du feine Zarte, Warte nur, warte, Wenn ich dich fing? Solche zierliche Dinger Faßt man mit Daumen und Mittelfinger Wie der Knabe den Schmetterling.

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Interpretation

Das Gedicht "Die Zierliche" von Gustav Falke handelt von der Anziehungskraft und der Sehnsucht nach einer zarten und leichten Frau. Der Sprecher beschreibt sie als "Zierliche" und "Leichte", was ihre Schönheit und Anmut betont. Er sehnt sich danach, sie zu erreichen und zu berühren, aber gleichzeitig scheint er auch Angst davor zu haben, sie zu verletzen oder zu zerstören. Der Sprecher vergleicht die Frau mit einem Schmetterling, der von einem Knaben mit Daumen und Mittelfinger gefasst wird. Dieser Vergleich verdeutlicht die Zerbrechlichkeit und die Vergänglichkeit der Frau. Der Knabe, der den Schmetterling fängt, symbolisiert die männliche Macht und Kontrolle, die der Sprecher über die Frau ausüben möchte. Doch gleichzeitig zeigt der Vergleich auch die Gefahr, die darin liegt, die Frau zu fangen und zu besitzen. Das Gedicht endet mit einer Frage, die den Leser zum Nachdenken anregt: "Wenn ich dich fing?" Diese Frage lässt Raum für Interpretationen. Sie könnte bedeuten, dass der Sprecher sich fragt, was passieren würde, wenn er die Frau tatsächlich erreichen und berühren könnte. Würde er sie verletzen oder zerstören? Oder würde er sie schützen und bewahren? Die Frage bleibt offen und lässt den Leser über die Ambivalenz der Sehnsucht und der Angst nachdenken.

Schlüsselwörter

zierliche warte leichte erreichte feine zarte fing solche

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Leichte, Leichte, Zierliche
Anapher
Du Zierliche, Leichte, Du feine Zarte
Metapher
Wie der Knabe den Schmetterling
Reimschema
erreichte - Zierliche, zierliche - Dinger
Vergleich
Wie der Knabe den Schmetterling