Die Zeche
1868Ob laut an uns der Grämler Zunft Entbehrte Freuden räche, Und viel von Weisheit spreche Die alles meisternde Vernunft, Doch juble bis zur Wiederkunft Des Tages unsre Zeche!
Wie schön Vernunft auch schwatzen kann, Was weiß sie von Vergnügen? Um unsers uns betrügen Soll wahrlich kein verschrobner Mann. Drum sezt das Glas nur wieder an Und lerts in vollen Zügen!
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Interpretation
Das Gedicht "Die Zeche" von Heinrich Christian Boie thematisiert die Freude am geselligen Beisammensein und den Genuss von Wein. Es beginnt mit einer Auseinandersetzung mit den Kritikern, die die Freude als etwas Negatives darstellen und die Vernunft als das höchste Gut preisen. Der Sprecher des Gedichts weist diese Kritik jedoch zurück und fordert dazu auf, bis zur Wiederkunft des Tages die Zeche zu feiern. Im zweiten Teil des Gedichts wird die Vernunft selbst als etwas Positives dargestellt, das jedoch nicht in der Lage ist, die Freude und das Vergnügen zu verstehen. Der Sprecher weist diejenigen zurück, die versuchen, die Freude zu unterdrücken und fordert dazu auf, das Glas wieder anzusetzen und den Genuss in vollen Zügen zu erleben. Das Gedicht endet mit einer Aufforderung, die Freude am Leben und am geselligen Beisammensein zu genießen und sich nicht von den Kritikern und Verfechtern der Vernunft unterdrücken zu lassen. Es betont die Bedeutung von Genuss und Vergnügen im Leben und fordert dazu auf, diese zu feiern und zu zelebrieren.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Ob laut an uns der Grämler Zunft
- Hyperbel
- juble bis zur Wiederkunft
- Imperativ
- Drum sezt das Glas nur wieder an
- Metapher
- Um unsers uns betrügen
- Personifikation
- Vernunft spreche
- Rhetorische Frage
- Was weiß sie von Vergnügen?