Die Wiese schäumt von Blüten

Walter Flex

unknown

Die Wiese schäumt von Blüten, Der Wind singt drüber hin, Den sonnenlichtdurchglühten Leib bad′ ich kühl darin.

Du freie Gottesschmiede, Du lohe Sonnenglut, Inbrünstiglich durchglühe Leib, Seele, Herz und Blut!

Ins Glühen unermessen Und Blühen eingewühlt Will ich den Tod vergessen, Der alle Erde kühlt.

Glüh′, Sonne, Sonne, glühe! Die Welt braucht soviel Glanz! Blüh′, Sommererde, blühe, Ach blühe Kranz bei Kranz!

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Illustration zu Die Wiese schäumt von Blüten

Interpretation

Das Gedicht "Die Wiese schäumt von Blüten" von Walter Flex handelt von der Sehnsucht nach Leben, Wärme und Schönheit inmitten der Vergänglichkeit und Kälte des Todes. Der Sprecher taucht seinen vom Sonnenlicht erhitzten Körper in die kühlende Blütenwiese, um sich zu erfrischen und zu beleben. Er ruft die "freie Gottesschmiede", die lodernde Sonne, an, seinen Leib, seine Seele, sein Herz und sein Blut mit Leidenschaft und Glut zu durchdringen. Die Sonne und die Sommererde werden als Symbole für Leben, Energie und Fruchtbarkeit dargestellt. Der Sprecher sehnt sich danach, in ein unermessliches Glühen und Blühen eingewühlt zu sein, um den Tod zu vergessen, der alle Erde kühlt. Er bittet die Sonne, noch heller zu leuchten, da die Welt so viel Glanz braucht. Er fleht die Sommererde an, mit Kranz um Kranz zu blühen, um die Schönheit und Fülle des Lebens zu feiern. Das Gedicht vermittelt eine intensive emotionale Intensität und einen starken Willen, das Leben in vollen Zügen zu genießen, solange es dauert. Der Sprecher scheint sich der Vergänglichkeit des Lebens bewusst zu sein, lässt sich davon aber nicht entmutigen. Stattdessen umarmt er die vergängliche Schönheit der Natur und sucht danach, in ihrer Wärme und Fülle aufzugehen. Das Gedicht ist ein leidenschaftliches Plädoyer für das Leben und eine trotzige Absage an den Tod.

Schlüsselwörter

leib sonne blühe kranz wiese schäumt blüten wind

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Kranz bei Kranz
Hyperbel
Glüh′, Sonne, Sonne, glühe!
Metapher
Die Welt braucht soviel Glanz
Personifikation
Der Wind singt drüber hin
Wiederholung
Blüh′, Sommererde, blühe, Ach blühe Kranz bei Kranz!