Die Weltreihen
1643Was ist unser tuhn auff Erden? An die Welt geboren werden: Sprach- und ganglos in der wiegen Sonder eigne hülffe liegen: Kriechen / lauffen / stehen/ sizen / Hungern/ dürsten / frieren / schwizen: Eitle müh und arbeit tragen: Sich mit vielen sorgen plagen: Stets in todsgefahren schweben: Und zu letst den geist aufgeben: Wiedrum staub′ und asche werden / Das ist unser thun auff Erden.
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Interpretation
Das Gedicht "Die Weltreihen" von Johann Grob ist eine nachdenkliche Reflexion über den Lebenszyklus des Menschen. Es beginnt mit der Geburt, einem Zustand der Hilflosigkeit und Abhängigkeit, und beschreibt die verschiedenen Phasen des Lebens, von der Kindheit bis zum Tod. Der Autor betont die Mühen und Sorgen, die das Leben mit sich bringt, und die ständige Gefahr des Todes, der überall lauert. Die Wiederholung des Wortes "und" in der Mitte des Gedichts verstärkt den Eindruck einer endlosen Kette von Herausforderungen und Schwierigkeiten. Das Gedicht endet mit dem Tod und der Rückkehr zur Erde als Staub und Asche, was den Kreislauf des Lebens schließt. Der Titel "Die Weltreihen" könnte als Anspielung auf die Reihe der Generationen verstanden werden, die geboren werden, leben und sterben, um Platz für die nächste Generation zu machen. Es ist eine eindringliche Erinnerung an die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens und die Unvermeidlichkeit des Todes. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine pessimistische Sicht auf das menschliche Dasein, das als eine Reihe von Mühen und Sorgen dargestellt wird, die mit dem Tod enden. Es fordert den Leser auf, über die Bedeutung und den Zweck des Lebens nachzudenken und die Vergänglichkeit des menschlichen Daseins zu akzeptieren.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Sprach- und ganglos in der wiegen
- Hyperbel
- Eitle müh und arbeit tragen
- Metapher
- Wiedrum staub′ und asche werden
- Parallelismus
- Hungern/ dürsten / frieren / schwizen
- Personifikation
- Stets in todsgefahren schweben