Die Welt ist im Frühling gemacht
1677Im Frühling ward die Welt verneut und wiederbracht, Drum sagst du recht, daß sie im Frühling ist gemacht.
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Interpretation
Das Gedicht "Die Welt ist im Frühling gemacht" von Angelus Silesius ist eine kurze, aber tiefgründige Betrachtung über die Natur des Frühlings und die Schöpfung der Welt. In den beiden Versen wird die Idee vermittelt, dass der Frühling eine Zeit der Erneuerung und Wiedergeburt ist. Die Welt wird in dieser Jahreszeit "verneuert und wiederbracht", was auf einen zyklischen Prozess der Erneuerung hindeutet. Der Frühling wird als eine Zeit dargestellt, in der die Natur ihre volle Pracht entfaltet und alles Leben neu erblüht. Die Aussage, dass die Welt im Frühling "gemacht" ist, impliziert, dass die Schöpfung nicht nur ein einmaliges Ereignis in der Vergangenheit war, sondern ein fortwährender Prozess, der sich in jeder Frühlingszeit wiederholt. Dies könnte als eine Metapher für die ständige Erneuerung und das Wiederaufleben der Schöpfung verstanden werden. Der Frühling wird somit als ein Symbol für die ewige Jugend und Fruchtbarkeit der Welt gesehen. Die abschließende Zeile, "Drum sagst du recht, daß sie im Frühling ist gemacht," bestätigt diese Sichtweise und unterstreicht die Richtigkeit der Behauptung. Es ist eine Art von Bestätigung, dass die Beobachtung der Erneuerung im Frühling eine tiefe Wahrheit über die Natur der Welt offenbart. Das Gedicht lädt den Leser ein, die Schönheit und die zyklische Natur des Lebens im Frühling zu erkennen und zu würdigen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Neu und wiederbracht
- Metapher
- Im Frühling ward die Welt verneut und wiederbracht