Die Welt ist allezeit schön
1747Im Frühling prangt die schöne Welt In einem fast smaragdnen Schein.
Im Sommer glänzt das reife Feld, Und scheint dem Golde gleich zu seyn.
Im Herbste sieht man als Opalen Der Bäume bunte Blätter strahlen.
Im Winter schmückt ein Schein, wie Diamant Und reines Silber, Fluth und Land.
Ja kurz, wenn wir die Welt aufmerksam sehn, Ist sie zu allen Zeiten schön.
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Interpretation
Das Gedicht "Die Welt ist allezeit schön" von Barthold Heinrich Brockes beschreibt die Schönheit der Natur in den verschiedenen Jahreszeiten. Es beginnt mit dem Frühling, der in einem smaragdgrünen Glanz erstrahlt. Der Sommer wird als reifes, goldenes Feld dargestellt. Im Herbst leuchten die bunten Blätter der Bäume wie Opale. Der Winter verzaubert mit einem funkelnden Diamant- und Silberglanz, der Flüsse und Landschaften bedeckt. Das Gedicht betont, dass die Welt zu jeder Jahreszeit ihre eigene einzigartige Schönheit besitzt. Es lädt den Betrachter ein, die Natur aufmerksam zu betrachten und ihre vielfältigen Facetten zu erkennen. Die Verwendung von Edelsteinmetaphern wie Smaragd, Gold, Opal, Diamant und Silber verleiht dem Gedicht eine wertvolle und kostbare Atmosphäre. Abschließend stellt der Dichter fest, dass die Welt in ihrer Gesamtheit immer schön ist, unabhängig von der Jahreszeit. Das Gedicht vermittelt eine positive und bewundernde Haltung gegenüber der Natur und ermutigt den Leser, die Schönheit der Welt in all ihren Formen zu schätzen und zu genießen.
Schlüsselwörter
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Stilmittel
- Metapher
- [Im Frühling prangt die schöne Welt in einem fast smaragdnen Schein Im Sommer glänzt das reife Feld, und scheint dem Golde gleich zu seyn Im Herbste sieht man als Opalen der Bäume bunte Blätter strahlen Im Winter schmückt ein Schein, wie Diamant und reines Silber, Fluth und Land]
- Personifikation
- Im Frühling prangt die schöne Welt