Die traurige Frau in der Untergrundbahn
1920O wie versunken die Augen, Hände, sie litten so sehr unter den tödlichen Laugen, Schwester, das Leben ist schwer.
Niederwärts brausen die Gleise, doch wenn die Sonne uns ließ, donnert nur dunkler die Weise: Schwester, das Leben ist süß!
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Interpretation
Das Gedicht "Die traurige Frau in der Untergrundbahn" von Elisabeth Langgässer handelt von einer Frau, die tief in Gedanken versunken ist und unter ihrem Schicksal leidet. Die Augen und Hände der Frau sind von einem tödlichen Laugen betroffen, was auf eine schwere Erkrankung oder Verletzung hindeutet. Die Autorin spricht die Frau als "Schwester" an und betont, dass das Leben schwer ist. Die zweite Strophe des Gedichts beschreibt die Fahrt in der Untergrundbahn, bei der die Gleise nach unten führen. Die Autorin erwähnt, dass die Sonne sie nicht erreicht, was auf eine düstere Atmosphäre hinweist. Dennoch betont sie, dass das Leben süß ist, was auf eine gewisse Hoffnung oder Resignation hindeutet. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine melancholische Stimmung und thematisiert die Schwere des Lebens sowie die Hoffnung auf etwas Süßes. Die Autorin nutzt dabei die Metapher der Untergrundbahnfahrt, um die Gefühlswelt der traurigen Frau auszudrücken.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Schwester, das Leben ist schwer. Schwester, das Leben ist süß!
- Kontrast
- doch wenn die Sonne uns ließ, donnert nur dunkler die Weise
- Metapher
- unter den tödlichen Laugen
- Personifikation
- doch wenn die Sonne uns ließ