Die Titel

August Wilhelm von Schlegel

1832

“Geheime-Ober-Hof-Buch-Drucker.” Der seltne Titel geht im Kopfe mir herum. Nach Unten wirkt der Druck, und taugt nicht zum Geheimen. Doch im Observatorium, Da sitzt - das wird sich besser reimen, - Der Offenbare-Ober-Himmel-Sterne-Gucker.

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Interpretation

Das Gedicht "Die Titel" von August Wilhelm von Schlegel ist eine satirische Auseinandersetzung mit der Komplexität und Absurdität von Titeln und Bezeichnungen. Der Sprecher reflektiert über den seltsamen Titel "Geheime-Ober-Hof-Buch-Drucker", der ihm im Kopf herumgeht. Dieser Titel wird als sonderbar und überladen empfunden, was die oft unnötige Kompliziertheit von Titeln verdeutlicht. In der zweiten Strophe wird die Wirkung des Drucks als nach unten gerichtet beschrieben, was auf die materielle und bodenständige Natur des Buchdrucks hinweist. Der Begriff "Geheimnis" wird als unpassend für diese Tätigkeit empfunden, da das Drucken an sich eine offene und zugängliche Handlung ist. Diese Gegenüberstellung unterstreicht die Ironie und den Witz des Gedichts. Der letzte Teil des Gedichts führt zu einer humorvollen Lösung: Im Observatorium sitzt der "Offenbare-Ober-Himmel-Sterne-Gucker". Diese spielerische Umkehrung des vorherigen Titels betont die Offenheit und Klarheit der astronomischen Beobachtung im Gegensatz zur vermeintlichen Geheimhaltung des Buchdruckers. Schlegel nutzt diese Kontraste, um die oft willkürliche und überflüssige Komplexität von Titeln aufs Korn zu nehmen und gleichzeitig die Schönheit und Einfachheit der direkten Beobachtung der Natur zu feiern.

Schlüsselwörter

ober geheime hof buch drucker seltne titel geht

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Geheime-Ober-Hof-Buch-Drucker
Kontrast
Nach Unten wirkt der Druck, und taugt nicht zum Geheimen
Metapher
Im Observatorium
Reim
Da sitzt - das wird sich besser reimen
Wortspiel
Offenbare-Ober-Himmel-Sterne-Gucker