Die Studenten

Joseph von Eichendorff

1837

Die Jäger ziehn in grünen Wald Und Reiter blitzend übers Feld, Studenten durch die ganze Welt, So weit der blaue Himmel wallt.

Der Frühling ist der Freudensaal, Viel tausend Vöglein spielen auf, Da schallts im Wald bergab, bergauf: Grüß dich, mein Schatz, viel tausendmal!

Viel rüstige Bursche ritterlich, Die fahren hier in Stromes Mitt, Wie wilde sie auch stellen sich, Trau mir, mein Kind, und fürcht dich nicht!

Querüber übers Wasser glatt Laß werben deine Äugelein, Und der dir wohlgefallen hat, Der soll dein lieber Buhle sein.

Durch Nacht und Nebel schleich ich sacht, Kein Lichtlein brennt, kalt weht der Wind, Riegl auf, riegl auf bei stiller Nacht, Weil wir so jung beisammen sind!

Ade nun, Kind, und nicht geweint! Schon gehen Stimmen da und dort, Hoch übern Wald Aurora scheint, Und die Studenten reisen fort.

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Illustration zu Die Studenten

Interpretation

Das Gedicht "Die Studenten" von Joseph von Eichendorff schildert das Leben und die Abenteuer junger Studenten, die die Welt erkunden und dabei Freiheit und Liebe erfahren. Die Studenten werden als ritterlich und mutig dargestellt, die durch die ganze Welt ziehen, so weit der blaue Himmel reicht. Der Frühling wird als Freudensaal beschrieben, in dem tausende Vögel spielen und die Studenten ihre Liebsten grüßen. Die Studenten werden als lebendige und abenteuerlustige Persönlichkeiten dargestellt, die in Flüssen und Bächen schwimmen und sich den Herausforderungen des Lebens stellen. Sie ermutigen ihre Liebsten, sich nicht zu fürchten und ihnen zu vertrauen. Die Studenten sind bereit, ihre Liebsten zu umwerben und ihre Gefühle auszudrücken, indem sie über das Wasser blicken und denjenigen wählen, der ihnen gefällt. Das Gedicht endet mit einer Abschiedsszene, in der die Studenten sich von ihren Liebsten verabschieden müssen. Trotz der Dunkelheit und Kälte der Nacht ermutigen sie sich gegenseitig, tapfer zu sein und die gemeinsame Zeit zu genießen. Der Morgen bricht an, und die Studenten brechen auf, um ihre Reisen fortzusetzen, während die Stimmen der Liebsten in der Ferne erklingen.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Anapher
Viel tausend Vöglein spielen auf / Da schallts im Wald bergab, bergauf
Direkte Rede
Ade nun, Kind, und nicht geweint!
Imperativ
Riegl auf, riegl auf bei stiller Nacht
Kontrast
Kein Lichtlein brennt, kalt weht der Wind
Metapher
Hoch übern Wald Aurora scheint
Parallelismus
Die Jäger ziehn in grünen Wald / Und Reiter blitzend übers Feld / Studenten durch die ganze Welt
Personifikation
Durch Nacht und Nebel schleich ich sacht
Schlussreim
Und die Studenten reisen fort