Die Soldatenbraut

Eduard Mörike

1838

Ach, wenn′s nur der König auch wüßt′, Wie wacker mein Schätzelein ist! Für den König da ließ′ er sein Blut, Für mich aber ebensogut.

Mein Schatz hat kein Band und Kein′ Stern, Kein Kreuz, wie die vornehmen herrn; Mein Schatz wird auch kein General, - Hätt′ er nur seinen Abschied einmal!

Es scheinen drei Sterne so hell Dort übern Marien-Kapell: Da knüpft uns ein rosenrot Band, Und ein Hauskreuz ist auch bei der Hand.

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Interpretation

Das Gedicht "Die Soldatenbraut" von Eduard Mörike handelt von einer Soldatenbraut, die stolz auf ihren Mann ist und ihn mit den vornehmen Herren vergleicht. Sie bedauert, dass er keine Auszeichnungen wie ein Band, einen Stern oder ein Kreuz hat und auch kein General werden wird. Doch sie träumt davon, dass er eines Tages seinen Abschied bekommt und sie ein gemeinsames Leben führen können. Die Braut beschreibt, wie drei Sterne über der Marien-Kapelle leuchten und ein rosenrotes Band um sie herumknüpft. Dies symbolisiert die Verbundenheit und Liebe zwischen ihr und ihrem Mann. Sie erwähnt auch ein Hauskreuz, das auf sie wartet, was auf ein gemeinsames Zuhause und eine religiöse Verbundenheit hinweist. Das Gedicht zeigt die tiefe Verbundenheit und den Stolz der Soldatenbraut auf ihren Mann, trotz seiner niedrigen militärischen Ränge und fehlenden Auszeichnungen. Es vermittelt die Sehnsucht nach einem friedlichen Leben zusammen und die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft. Die Braut betont die inneren Werte und die Liebe, die sie verbinden, anstatt auf äußere Anerkennung oder Status zu achten.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Anapher
Für den König da ließ′ er sein Blut, Für mich aber ebensogut.
Kontrast
Für den König da ließ′ er sein Blut, Für mich aber ebensogut.
Metapher
Es scheinen drei Sterne so hell
Personifikation
Es scheinen drei Sterne so hell
Symbolik
Da knüpft uns ein rosenrot Band, Und ein Hauskreuz ist auch bei der Hand