Die Schatzgräberin

Heinrich von Kleist

1777

Mütterchen, sag, was suchst du im Schutt dort? Siebenzig Jahre Hat dich der Himmel getäuscht, und doch noch glaubst du an Glück?

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Interpretation

Das Gedicht "Die Schatzgräberin" von Heinrich von Kleist handelt von einer alten Frau, die im Schutt nach Schätzen sucht. Die Sprecherin fragt sie, was sie dort suche, und bemerkt, dass der Himmel sie bereits seit siebzig Jahren getäuscht habe, sie aber trotzdem noch an das Glück glaube. Die Schatzgräberin antwortet, dass sie auf den Schatz hoffe, der ihr der Himmel einst versprochen habe. Sie habe ihr ganzes Leben lang nach ihm gesucht und werde nicht aufhören, solange sie noch lebe. Sie glaubt fest daran, dass der Schatz irgendwo verborgen ist und darauf wartet, von ihr gefunden zu werden. Das Gedicht thematisiert die menschliche Hoffnung und den Glauben an ein besseres Leben, auch wenn die Realität oft enttäuschend ist. Die Schatzgräberin verkörpert die unerschütterliche Zuversicht, dass sich die Mühen und Entbehrungen eines Lebens am Ende auszahlen werden. Ihr unermüdliches Suchen symbolisiert den Lebensdrang und die Sehnsucht des Menschen nach Erfüllung und Glück.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Metapher
im Schutt dort
Personifikation
Hat dich der Himmel getäuscht
Rhetorische Frage
Mütterchen, sag, was suchst du im Schutt dort? Siebenzig Jahre